Mitbestimmung

    Globale Rahmenvereinbarungen

    Veranstaltung
    11.02.2020 – 12.02.2020INNSiDE by Melia, Derendorfer Allee 8, 40546 Düsseldorf

    Globale Rahmenvereinbarungen

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    Ein Seminar des I.M.U. zur Implementierung und Wirksamkeit globaler Rahmenvereinbarungen und der damit verbundenen Rolle von Beschäftigtenvertretungen im Aufsichtsrat

    Die Global Unions und vor allem deutsche Gewerkschaften setzen seit fast zwei Jahrzehnten auf das Instrument der Globalen Rahmenvereinbarung (GRV). Die Vertragswerke beziehen sich in der Regel auf die Kernarbeitsnormen der Internationalen Arbeitsorganisation ILO und andere soziale Standards sowie deren Ausgestaltung. Sie sind dem Bereich „soft law“ zugeordnet und stellen eine vertragliche Mindestnorm für weltweit tätige Konzerne, deren Auslandstöchter und teilweise auch Zulieferer dar.

    Globale Rahmenvereinbarungen können eine Hilfestellung bei unterschiedlichen Themen (wie etwa Union Busting) leisten. In einigen multinationalen Unternehmen haben diese Vereinbarungen zur Bildung von nationalen, regionalen und globalen Netzwerken der Belegschaft geführt, anderswo halfen sie bei der Gründung von Betriebsgewerkschaften.

    Seit der Jahrtausendwende wurden etwa 125 Globale Rahmenvereinbarungen abgeschlossen. Vertragspartner sind global agierende Konzerne auf der einen Seite und Global Unions wie IndustriALL gemeinsam mit nationalen Gewerkschaften sowie (Euro-)Betriebsräten auf der anderen Seite.

    Im Zusammenhang mit globalen Rahmenvereinbarungen ergeben sich in der praktischen Umsetzung vielfach auch Herausforderungen. Vor allem bei der Messung der Wirksamkeit und der Umsetzung dieser Vereinbarungen. Welche Rolle spielt in diesem Zusammenhang der Aufsichtsrat und wie können Arbeitnehmervertretungen diese Vereinbarungen möglicherweise strategisch nutzen?

    Diesen und weiteren Themen möchten wir uns im Rahmen des zweitägigen Seminars widmen:

    • Darstellung von Praxisbeispielen
    • Zusammenhang zwischen GRV und Compliance
    • In welchem Verhältnis stehen GRVs zur Mitbestimmung im Aufsichtsrat?
    • Welche Potentiale und Risiken einer Verknüpfung werden gesehen?
    • Wie können Inhalte im Kontext der GRVs genutzt werden, um die Transformationsagenda der meisten Unternehmensstrategien heute im Sinne der Beschäftigten zu beeinflussen?

    Tagungsleitung: Dr. Oliver Emons (I.M.U. der Hans-Böckler-Stiftung)
    Moderation: Dr. Judith Beile (wmp consult – Wilke Maack GmbH)

    Wir freuen uns auf zahlreiche Anmeldungen, gerne per E-Mail an Stephan-Hommes@boeckler.de oder telefonisch unter 0211-7778309.

    Die vollständige Agenda und alle Inhalte dieses Seminarangebots gibt es hier als PDF:


    Hintergrundinformationen

    Aufsichtsratsmitglieder sind zur Aus- und Weiterbildung verpflichtet, um ihr Mandat qualifiziert auszuüben. Dem dienen die Seminare der Hans-Böckler-Stiftung (mehr über das I.M.U.).

    Qualifizierte Aufsichtsratsarbeit und eine Stärkung der Mitbestimmung sind dabei zwei Seiten einer Medaille. Es geht um sachkundige und starke Beschäftigtenvertretung im Aufsichtsrat. Sie will eigene Impulse setzen für nachhaltige Unternehmensentwicklung mit Perspektiven für Arbeitsplätze und Standorte. Sie will im Alltag zeigen: Die Mitbestimmung ist das demokratische Gestaltungsprinzip der sozialen Marktwirtschaft!

    Deswegen: Mitmachen, mitreden, mitgestalten!


    Immer noch nicht Mitglied bei ver.di?

    Dann aber los – gemeinsam für faire Mitbestimmung!


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    Mehr Infos und Termine für Mitglieder im Aufsichtsrat: