Einblick: Das erwartet dich im Traineeprogramm

© Kay Herschelmann
Traineeprogramm
02.07.2024

Die Tätigkeit als Gewerkschaftssekretär*in ist anspruchsvoll und vielfältig. Um dich optimal darauf vorzubereiten, bieten wir im Traineeprogramm eine ausgewogene Mischung aus theoretischer Qualifizierung, praktischer Einarbeitung und kollegialer Begleitung.

Der Start

Jedes Jahr starten im April, September und Oktober jeweils etwa 16 Trainees in ihre 18-monatige Einarbeitung. Ausgeschrieben werden die Traineestellen jeweils im August (für den Start im folgenden April) und im Januar (für die beiden Traineezüge im folgenden September und Oktober). Infos über den nächsten Ausschreibungsstart findest du immer hier auf der Website.

Im Bewerbungsverfahren wählst du eine der drei Spezialisierungsmöglichkeiten, in dem du dich auf die entsprechenden Stellen bewirbst: Branchenbezogene Betriebs- und Tarifarbeit, branchenübergreifende Jugendarbeit oder Rechtsberatung und -vertretung. Eine Traineegruppe setzt sich in der Regel aus mehreren Spezialisierungen zusammen und durchläuft gemeinsam die gesamten 18 Monate.

Während dieser Zeit finden im Wechsel Theoriemodule und Praxisstationen statt, sodass du das im Theoriemodul erlernte Wissen in der folgenden Praxisstation anwendest.

Theoretische Qualifizierung

In den ersten zwölf Monaten durchlaufen alle Trainees die gleichen Theoriemodule: Zu Beginn eine Woche zum Ankommen, Kennenlernen und Orientieren in Berlin, in den folgenden elf Monaten insgesamt 15 Seminarblöcke mit jeweils zwei bis drei Wochen. Die Seminare finden vorrangig in den zentral gelegenen ver.di-Bildungszentren statt.  Ein Teil der Seminare findet online statt.

In den Seminaren  werden vor allem die breit angelegten theoretischen Grundlagen vermittelt und folgende Kompetenzen erworben und ausgebaut. Eine ausführliche Aufstellung der geplanten Kompetenzentwicklung findest du in dem nebenstehenden Anforderungsprofil.

  • Fachkompetenzen – vor allem in den Bereichen Recht, Politik und Wirtschaft
  • Methodenkompetenzen – aus den Bereichen Prozessgestaltung, Kommunikation und Interaktion sowie Planung, Organisation und Selbst-Management.
  • Personale Kompetenzen – von strategischen und analytischen über kommunikative und Kooperationskompetenzen bis zur Selbstentwicklungskompetenz und Durchsetzungsfähigkeit.

Am Ende der Grundlagenphase überprüfen alle Trainees ihr erworbenes Wissen in einer digitalen Lernstandskontrolle. Dazu ist im Traineeprogramm Zeit eingeplant, um das Gelernte zu wiederholen und zu vertiefen.

Praxisstationen

Der größere Teil der ersten zwölf Monate ist Praxis. Der erste Monat ist geprägt durch Kurzeinsätze im direkten Umfeld der zukünftigen Stelle, um die zukünftige Arbeit und die der Kolleg*innen in den anderen Bereichen der Organisation kennenzulernen. Es folgen vier vierwöchige Praxisstationen, in denen die Trainees angeleitet und selbstständig Aufgaben übernehmen – eine davon am Sitz des jeweiligen ver.di Landesbezirks und eine in der ver.di Bundesverwaltung in Berlin. Die vorletzte Praxisstation findet in einem dem zukünftigen Einsatzgebiet weitgehend ähnlichem Bereich statt.  Die Praxisstationen werden möglichst nah am zukünftigen Arbeitsort geplant.

In allen Praxisstationen werden die Aufgaben für die Trainees so geplant, dass diese das zuvor in den Theorieblöcken erworbene Wissen zur praktischen Anwendung bringen können.

Damit ist die Grundlagenphase abgeschlossen und alle Trainees haben eine gemeinsame Wissens- und Erfahrungsbasis, die ihnen neben der Grundlage für die eigene Spezialisierung auch einen späteren Wechsel der Spezialisierung innerhalb ver.dis erlaubt.

Spezialisierung

Die letzten sechs Monate dienen der Spezialisierung als Gewerkschaftssekretär*in in der branchenbezogenen Betriebs- und Tarifarbeit, in der gewerkschaftlichen Jugendarbeit oder in der Rechtsberatung und -vertretung von Gewerkschaftsmitgliedern – je nach zuvor festgelegter Zielstelle. Auch hier finden Theorieblöcke in der Traineegruppe in unseren Bildungszentren und online statt Der letzte Praxiseinsatz umfasst die gesamte Spezialisierungsphase und findet an der zukünftigen Stelle des Trainees statt. Neben dem Zusammenspiel von Theorieerwerb und Praxiseinsatz und dem Kennenlernen des zukünftigen Arbeitsfeldes sind die letzten sechs Monate durch die Vorbereitung und Durchführung eines eigenen Praxisprojekts geprägt – sozusagen dem Meister*innenstück der Trainees.

Begleitung

Während der gesamten Einarbeitung findet eine enge Begleitung durch die Personalverantwortlichen im jeweiligen Landesbezirk statt: zu allen Meilensteinen im Traineeprogramm werden Entwicklungsgespräche geführt, in denen der erreichte Lernstand reflektiert wird und Verabredungen zum anstehenden Traineeabschnitt getroffen werden. Während der einzelnen Praxisstationen wirst du als Trainee jeweils von Einarbeitungsbeauftragten begleitet: Zur Vorbereitung und Verabredungsumsetzung finden mit ihnen an allen Praxisstationen Auftakt- und Feedbackgespräche statt.

Rahmen

Die Trainees haben die gleichen Urlaubsansprüche wie alle Beschäftigten von ver.di. Um das erfolgreiche Absolvieren des Traineeprogramms sicherzustellen, müssen diese aber außerhalb der Theorieblöcke und teilweise in dafür vorgesehenen Zeiträumen realisiert werden.