Mit gerade einmal 15 Jahren sind wir noch recht jung, haben aber dennoch eine lange Geschichte. ver.di entstand 2001 aus dem Zusammenschluss von fünf Einzelgewerkschaften aus verschiedenen Dienstleistungsbranchen. Und jede dieser fünf Gewerkschaften, die sich da zusammentaten, hatte eine lange Tradition. Es ist die Geschichte eines beharrlichen Streitens für die Würde und Rechte der abhängig Arbeitenden, für bessere Arbeit und besseren Lohn in einer besseren Welt. In oft langen und harten Arbeitskämpfen haben die Gewerkschaften Rechte erkämpft, die viele heutzutage längst für selbstverständlich halten. Die Lohnfortzahlung im Krankheitsfall etwa, den Anspruch auf Urlaub oder die Fünf-Tage-Woche. In dieser Tradition stehen wir, die Vielen, die heute ver.di sind. Seit der ver.di-Gründung haben wir schon allerhand erreicht.

    Zeitstrahl

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    1997
    • Gemeinsame Erklärung

      04.10.1997 | Die Vorsitzenden der Gewerkschaften DAG (Roland Issen), DPG (Kurt van Haaren), HBV (Margret Mönig-Raane), IG Medien (Detlef Hensche), ÖTV (Herbert Mai) und GEW (Eva-Maria Stange) beraten in Hamburg über die Zukunft der Gewerkschaften im Dienstleistungsbereich. In einer gemeinsamen Erklärung sprechen sie sich für einen Prozess der Neustrukturierung gewerkschaftlicher Interessenvertretung aus.

    1998
    • Politische Plattform entworfen

      24.02.1998 | Der Lenkungsausschuss, dem die Vorsitzenden und einzelne Vorstandsmitglieder der beteiligten Gewerkschaften angehören, verständigt sich auf den Entwurf einer "Politischen Plattform"

    • Politische Plattform beschlossen

      05.06.1998 | Nachdem die obersten Gremien der DAG, DPG, HBV, IG Medien, ÖTV und GEW den Entwurf der Politischen Plattform ausführlich diskutiert und bewertet haben wird er mit großer Mehrheit als „Politische Plattform zur Neustrukturierung der gewerkschaftlichen Interessenvertretung im Dienstleistungsbereich, in der dienstleistungsnahen Industrie, im Medien-, Kultur- und Bildungsbereich“ gebilligt.

    • Ideenskizze über Struktur der neuen Gewerkschaft vorgestellt

      16.06.1998 | Als "Ideenskizze" stellt der Lenkungsausschuss seine Überlegungen zu der Struktur der neuen Gewerkschaft zur Diskussion. Veröffentlicht werden sie in einem INFODIENST für ehren- und hauptamtliche Funktionärinnen und Funktionäre.

    • Auftakt Diskussionsforen

      19.06.1998 | In Nordrhein-Westfalen beginnt das erste von insgesamt zwölf regionalen Foren, auf denen Funktions- und Mandatsträger/innen über die "inneren Grundstrukturen" der neuen Gewerkschaft beraten.

    • GEW scheidet aus dem Gründungsprozess aus

      11.07.1998 | Die GEW entscheidet, sich nicht länger an den Gesprächen über eine neue Dienstleistungsgewerkschaft zu beteiligen.

    • Einrichtung von prozessbegleitenden Arbeitsgruppen

      11.07.1998 | Der Lenkungsausschuss richtet 16 Arbeitsgruppen ein, in denen es u.a. um Bestandsaufnahme geht, um Problemerörterung und um die Ziele einer Neustrukturierung.

    • Gesucht - Ein Name

      11.10.1998 | Mit der Aktion „Gesucht – Ein Name“ werden Mitglieder an der Namensfindung für die neue Gewerkschaft beteiligt. Bis zum 20. Dezember sollen die Vorschläge eingehen.

    1999
    • "Eckpunkte" entworfen

      02.02.1999 | Der Lenkungsausschuss verabschiedet den Entwurf "Eckpunkte des Zielmodells der neuen Gewerkschaft". Danach soll der organisatorische Aufbau einer Matrixstruktur entsprechen: regionale Gliederung in drei Ebenen und berufsbezogene Einteilung in 13 Fachbereiche.

    • Beginn der programmatische Diskussion

      20.02.1999 | Die Auftaktveranstaltung zur programmatischen Diskussion findet in Hannover statt. Das Thema lautet: "Zukunft der Arbeitsgesellschaft - Zukunft der Dienstleistungen - Risiken und Chancen für die neue Gewerkschaft".

    • Wie wird aus fünf eins?

      24.02.1999 | Im Bildungs- und Begegnungszentrum "Clara Sahlberg" der ÖTV in Berlin findet der erste mehrtägige Workshop zur Frage "Wie wird aus fünf eins?" statt. Bis September folgen vier weitere Workshops.

    • Gefunden - Der Name

      03.03.1999 | Im Wettbewerb um den Namen der neuen Gewerkschaft gingen mehr als 8.000 Vorschläge ein. "ver.di - Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft" findet den meisten Zuspruch im Lenkungsausschuss. Vier Gewerkschaftsmitglieder haben diesen Namen unabhängig voneinander vorgeschlagen.

    • Programmatisches Positionspapier zur Diskussion freigegeben

      31.05.1999 | Der Lenkungsausschuss gibt das programmatische Positionspapier "Auf dem Weg in eine neue Gewerkschaft" zur Diskussion frei.

    • Erste gemeinsame Tagung der Frauen

      04.06.1999 | In Magdeburg treffen sich die Frauenausschüsse der fünf Gewerkschaften zu ihrer ersten gemeinsamen Tagung. Einstimmig sprechen sich die 150 Teilnehmerinnen für eine Mindest-Frauenquote - gemessen am jeweiligen Anteil der Frauen an der Mitgliedschaft - aus.

    • "Eckpunkte" verabschiedet

      18.06.1999 | Die obersten Gremien der DAG, DPG, HBV, IG Medien und ÖTV treffen sich für zwei Tagen in Magdeburg. Die "Eckpunkte des Zielmodells" werden zwar verabschiedet, HBV und ÖTV formulieren jedoch Begleitbeschlüsse. Das ver.di-Logo wird vorgestellt.

    • Erste gemeinsame Tagung der Jugend

      11.09.1999 | Rund 1.500 Jugendliche der DAG, DPG, HBV, IG Medien und ÖTV demonstrieren in Duisburg für mehr Ausbildungs- und Arbeitsplätze. Anschließend findet das erste gemeinsame Bundesjugendtreffen der künftigen ver.di-Jugend statt.

    • Verbindungsbüro in Berlin

      18.10.1999 | Das Verbindungsbüro der ver.di-Gewerkschaften in Berlin wird eingeweiht. Bundeskanzler Gerhard Schröder hält ein Grußwort.

    • ver.di bleibt weiter Ziel

      17.11.1999 | ver.di bleibt weiter Ziel der fünf beteiligten Gewerkschaften. Das ist das Ergebnis der parallel stattfindenden mehrtägigen außerordentlichen Gewerkschaftstage/-kongresse von DAG, DPG, HBV, IG Medien und ÖTV. Eine Gründungsorganisation ver.di (Go-ver.di) soll den weiteren Prozess steuern.

    • GO-ver.di konstituiert sich

      21.12.1999 | Im Kaisersaal des Hamburger Rathauses kommen die Vertreterinnen und Vertreter der DAG, DPG, HBV, IG Medien und ÖTV zur konstituierenden Mitgliederversammlung der Gründungsorganisation ver.di (Go-ver.di) zusammen. Die Satzung der Go-ver.di wird verabschiedet.

    2000
    • Mehrheit für Berlin

      23.05.2000 | Die Mitgliederversammlung der GO-ver.di entscheidet sich für Berlin als künftigen Sitz von ver.di

    • Außerordentlicher Gewerkschaftstag der IG Medien

      08.09.2000 | Die Delegierten des zweitägigen Treffens in Bielefeld geben weiter grünes Licht für ver.di.

    • 14. Gewerkschaftstag der ÖTV

      04.11.2000 | Eine Mehrheit von 62,4 Prozent aller Delegierten des bis 10. November dauernden Gewerkschaftstag votiert in Leipzig für den ver.di-Antrag. Für Herbert Mai zu wenig, er verzichtet auf eine erneute Kandidatur. Frank Bsirske wird mit fast 95 Prozent der Stimmen neuer Vorsitzender. Er erklärt, an der angestrebten Fusion festhalten zu wollen. 73,6 Prozent der Delegierten beschließen, den Verschmelzungskongress für März 2001 einzuberufen.

    • Außerordentlicher Bundeskongress der DAG

      18.11.2000 | Fast 99 Prozent der anwesenden Delegierten sprechen sich in Bremen für ver.di aus.

    • Außerordentlicher Gewerkschaftstag der DPG

      19.11.2000 | Mit 98,4 Prozent stimmen die Delegierten während des zweitägigen außerordentlichen Gewerkschaftstages der DPG für den weiteren ver.di-Prozess

    • Außerordentlicher Gewerkschaftstag der HBV

      20.11.2000 | Knapp 78 Prozent der Delegierten, die sich für zwei Tage in Magdeburg trafen, sehen eine Zukunftsperspektive in ver.di. Bereits Mitte September hat die Mehrheit der Delegierten des vorangegangen außerordentlichen Gewerkschaftstags eine positive Zwischenbilanz gezogen.

    • Verschmelzungsdokumente veröffentlicht

      29.11.2000 | Die Dokumente zur Verschmelzung von DAG, DPG, HBV, IG Medien und ÖTV werden veröffentlicht.

    • Rückkehr der DAG in den DGB

      05.12.2000 | Die Mitglieder des DGB-Bundesvorstandes unterzeichnen in Berlin die "Grundsätze für die Organisationsbeziehungen und die Kooperation der DGB-Gewerkschaften aus Anlass der Gründung von ver.di und der Integration der DAG in den DGB". Frank Bsirske (ÖTV), Klaus Zwickel (IG Metall), Roland Issen (DAG) und Dieter Schulte (DGB) freuen sich über diesen Erfolg

    • Mitgliederversammlung der GO-ver.di

      18.12.2000 | Die Mitgliederversammlung der Go-ver.di einigt sich auf Positionen für den Bundesvorstand und die Landesbezirke. Frank Bsirske soll erster ver.di-Vorsitzender werden

    2001
    • Verschmelzungskongresse

      16.03.2001 | In Berlin beginnen die dreitägigen Verschmelzungskongresse: Mit deutlicher Mehrheit beschließen die Delegierten der DAG (89,3 Prozent), DPG (91,4 Prozent), HBV (84,4 Prozent), IG Medien (80 Prozent) und ÖTV (87,1 Prozent) ihre Selbstauflösung und die Verschmelzung zur Vereinten Dienstleistungsgewerkschaft ver.di.

    • Die ver.di-Gründung

      19.03.2001 | Die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft, ver.di, gründet sich. Aus dem Zusammenschluss von DAG, DPG, HBV, IG Medien und ÖTV entsteht die damals größte Einzelgewerkschaft mit 2,8 Millionen Mitgliedern.

    • Eintrag in das Vereinsregister

      02.07.2001 | Damit tritt ver.di die rechtliche Nachfolge der Gründungsorganisationen an. Einen Tag später nimmt der DGB ver.di als neues Mitglied auf.

    2016
    • ver.dis Wurzeln

      20.05.2016 | Vor 150 Jahren ist der Verband der Deutschen Buchdrucker – eine der Vorläufergewerkschaften von ver.di – gegründet worden.