Jahrestage/Gedenktage

    1. September: Antikriegstag

    1. September: Antikriegstag

    Der Jahrestag des Überfalls der deutschen Wehrmacht auf Polen und damit des Beginns des Zweiten Weltkriegs wurde in Deutschland 1957 zum ersten Mal als Antikriegstag begangen.

    Nie wieder Krieg - abrüsten statt aufrüsten Grafik: DGB Nie wieder Krieg

    Zunächst noch ohne Gewerkschaften: Aufgerufen hatte damals die "Antimilitaristische Aktion", ein Bündnis aus Sozialistischer Jugend - Die Falken, Solidaritätsjugend, Naturfreundejugend und Verband der Wehrdienstverweigerer. 1966 beschloss der Bundeskongress des Deutschen Gewerkschaftsbundes (DGB), den 1. September  als Tag des Bekenntnisses für den Frieden und gegen den Krieg zu begehen. Seit ihrem Bundeskongress 1983 unterstützte die Deutsche Angestellten-Gewerkschaft (DAG) "die Bestrebungen des DGB, den 1. September als Anti-Kriegstag populär zu machen", und trat entsprechend ihrer "Entschließung zu Frieden und Abrüstung" für solidarische Proteste der Arbeitnehmer und ihrer Gewerkschaften an diesem Tage ein.

    Dokumente zum Antikriegstag aus dem ver.di-Archiv

    1966: Der Beschluss des Deutschen Gewerkschaftsbundes (DGB)

    Der 7. Bundeskongress des Deutschen Gewerkschaftsbundes beschließt auf Antrag der IG Metall, "alles Erdenkliche zu unternehmen, damit des 1. September in würdiger Form als eines Tages des Bekenntnisses für den Frieden und gegen den Krieg gedacht wird".

    Der Antrag der IG Metall wird nachdrücklich von der Gewerkschaft Öffentliche Dienste, Transport und Verkehr (ÖTV) unterstützt. Ohne weitere Diskussion stimmen die Delegierten bei einer Gegenstimme und vier Enthaltungen dem Antrag zu.

    Der Bundeskongress fordert den Bundesvorstand und die Vorstände der Gewerkschaften und Industriegewerkschaften auf, alles Erdenkliche zu unternehmen, damit des 1. September in würdiger Form als eines Tages des Bekenntnisses für den Frieden und gegen den Krieg gedacht wird.

    Auszug aus Protokoll 7. DGB-Bundeskongress DGB Beschluss, 7. Ordentlicher Bundeskongress, Berlin, 9. bis 14. Mai 1966, Protokoll, Anhang, S. 6

     

    Der Antrag der IG Metall wird nachdrücklich von der Gewerkschaft ÖTV unterstützt. Ohne weitere Diskussion stimmen die Delegierten bei einer Gegenstimme und vier Enthaltungen dem Antrag zu.

    Auszug Manuskript Willy Bopp DGB Redebeitrag von Willy Bopp, ÖTV, in: Protokoll, 7. Ordentlicher Bundeskongress des DGB, Berlin, 9. bis 14. Mai 1966, S. 246