Bundeskongress 2019

    Gib’ mir 5! Die Kongresskolumne. Tag 5

    Mahatma Glück

    Leipzig, 26. September 2019 – Der Kongress ist noch voll am Laufen und jetzt geht ihm ausgerechnet das Papier aus. Nicht das, um die ständig eingehenden Änderungseinträge auszudrucken. Das wäre logistisch zu wuppen, wenn immer zwei auf die digitalen Versionen gucken, so solidarisch sind hier alle. Aber beim Toilettenpapier könnte die Solidarität an ihre Grenzen stoßen. „Die Reinigungskräfte streiken. Uns geht das Klopapier aus“, verkündete die Tagungsleitung am Morgen als erstes. Da haben noch alle gelacht. So wie das ver.di TV-Team am gestrigen Abend auf der Kongressparty – bis der Anruf von der Kongresstechnik kam: Da habe sich in die Logistik ein Fehler eingeschlichen, ein zweites „o“. Logostik! Logo, dass das falsch ist. Eigentlich echt zum Lachen, wenn es nicht 2 Uhr nachts wäre, der Film zur Digitalisierung um 9 Uhr vor den Delegierten laufen soll und man sich gerade nahezu am anderen Ende der Stadt befindet. Die Technik wollte sicherlich nur ausbügeln, dass sie die Ausspielung des gestrigen Einspielers voll verkackt hat, Bild und Ton wollten einfach nicht parallel laufen. Waren völlig von der Rolle sozusagen. Wie das ver.di TV-Team nun auch. Noch im Festrausch ging’s mit dem Taxi zurück an den Schnittplatz. Zu viert für eine Wortänderung. Warum auch nicht. Schließlich stimmen hier seit gestern rund 1.000 Delegierte gemeinsam über zu streichende, über zuzufügende und über zu ändernde Worte ab. Jetzt eben auch Solidarität im Breitbandformat. Und wenn das Klopapier ausgeht? Ach, da scheißen wir drauf. Mahatma Pech! Petra Welzel

    Der Rest vom Fest – die letzten Rollen Foto: Petra Welzel Der Rest vom Fest – die letzten Rollen