Gleichstellung & Bezahlung

Wie steht es mit der Entgelttransparenz?

WSI analysiert EU-Richtlinie zur Entgelttransparenz – Evaluationsbericht zum Entgelttransparenzgesetz belegt Defizit bei gesetzlichen Regelungen für Unternehmen
© David Carillet, Shutterstock.com
Equal Pay per Gesetz!
21.11.2023

Ernüchternde Zahlen: WSI-Analyse der EU-Richtlinie zum Entgelttransparenzgesetz

Beim EntgTranspG, dem sogenannten Entgelttransparenzgesetz, muss in Deutschland dringend nachgebessert werden. Das zeigt nun auch eine Analyse des Wirtschafts- und Sozialwissenschaftlichen Instituts (WSI), die sich der seit Juni geltenden EU-Richtlinie zum EntgTranspG widmet. Die WSI-Ergebnisse untermauern langjährige Forderungen von den Frauen in ver.di.

Das Bundesfrauenministerium plant eine Weiterentwicklung des Entgelttransparenzgesetzes, wobei dabei auch die neue EU-Richtlinie zu berücksichtigen ist, denn diese ist bis Juni 2026 in nationales Recht umzusetzen. Wir werden den Prozess kritisch begleiten.

Weitere Informationen zur EU-Richtlinie:

Evaluationsbericht der Bundesregierung

Am 23. August 2023 hat das Bundeskabinett den zweiten Bericht der Bundesregierung zur Wirksamkeit des Gesetzes zur Förderung der Entgelttransparenz zwischen Frauen und Männern (Entgelttransparenzgesetz) sowie zum Stand der Umsetzung des Entgeltgleichheitsgebots in Betrieben mit weniger als 200 Beschäftigten beschlossen.

Der Bericht umfasst ein wissenschaftliches Evaluationsgutachten, in dem die Wirksamkeit und Anwendung des Entgelttransparenzgesetzes und des Entgeltgleichheitsgebotes untersucht werden, sowie Stellungnahmen der Bundesregierung und der Sozialpartner.

Die zentralen Ergebnisse:

  • Bisher haben lediglich vier Prozent der befragten Beschäftigten ihren Auskunftsanspruch geltend gemacht (Anspruch gilt nur in Betrieben und Einrichtungen des öffentlichen Dienstes mit über 200 Angestellten).
  • Knapp 30 Prozent der befragten Unternehmen haben seit 2019 ihre betrieblichen Entgeltstrukturen überprüft.
  • Nur zehn Prozent der Unternehmen ohne tarifliche Entgeltstruktur und knapp 30 Prozent der Unternehmen mit tariflicher Entgeltstruktur haben über Gleichstellung und Entgeltgleichheit berichtet.

Das bedeutet: Ohne Sanktionen wird ein Großteil der Arbeitgeberseite weiterhin nicht überprüfen, ob im eigenen Unternehmen gleiche und gleichwertige Arbeit auch gleich bezahlt wird – geschweige denn, Maßnahmen einleiten, um Equal Pay umzusetzen. Die gesetzlichen Regelungen müssen klarer, einheitlicher, verbindlicher werden. Und bekannter! Das Entgelttransparenzgesetz braucht eine Weiterentwickelung.

Weitere Informationen und den Bericht zum Nachlesen gibt es vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend:

Mehr Infos zur Entgeltgleichheit:

 

 

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