Postkarten-Aktion zur Grundrente

    Mit dem Konzept für eine gerechte Grundrente von Bundesarbeits- und Sozialminister Hubertus Heil nimmt die Rentendebatte ordentlich Fahrt auf. Seine Idee: Niedrige Renten werden im System der Rentenversicherung dann aufgewertet, wenn mindestens 35 Jahre mit Zeiten einer Erwerbstätigkeit, Kindererziehung oder Pflege vorliegen; damit wird diese Lebensleistung anerkannt. Ganz wichtig dabei: der Verzicht auf eine Bedürftigkeitsprüfung. Denn sie ist ein Grundprinzip der Sozialhilfe und gehört nicht in das Leistungsrecht der gesetzlichen Rentenversicherung.

    ver.di begrüßt das Konzept. Damit es nicht nur bei einem Vorschlag bleibt, gilt es jetzt dranzubleiben und den Schwung zu nutzen. Deswegen hat ver.di eine Postkarten-Aktion ins Leben gerufen, die Bundeskanzlerin Dr. Angela Merkel deutlich machen soll, dass ihr Arbeitsminister nicht alleine steht, sondern auf die Unterstützung vieler Arbeitnehmer*innen und ihrer Gewerkschaft rechnen kann. Geplant ist, die gesammelten Postkarten – ob auf Papier oder per Datei – der Bundeskanzlerin zu übergeben.

    Die Botschaft: Die gerechte Grundrente muss kommen – jetzt!

    Wie sich ver.di für gute Renten stark macht

    Mit ihrer Rentenkampagne haben es die DGB-Gewerkschaften geschafft, dass Maßnahmen zur Bekämpfung von Altersarmut und für ein Alter in Würde zu einem der bestimmenden Themen des Bundestagswahlkampfs 2017 geworden sind. Das hat seinen Niederschlag auch im Koalitionsvertrag zwischen CDU/CSU und SPD gefunden. Bis 2025 soll das Rentenniveau auf dem heutigen Stand von 48 Prozent stabilisiert, sollen eine Grundrente eingeführt und die Erwerbsminderungsrente verbessert werden. Zudem sollen auch Selbstständige in die gesetzliche Rentenversicherung einbezogen werden. Darauf ausruhen können sich die Gewerkschaften nicht. Sie müssen sich weiterhin für Renten, die für ein gutes Leben reichen, stark machen.