Politik & Wirtschaft

    Mach' meinen Kumpel nicht an

    Wettbewerb „Die Gelbe Hand“ zum 14. Mal ausgeschrieben

    19. Februar 2020 | Das gewerkschaftliche Engagement von ver.di gründet sich auf Solidarität und Respekt gegenüber allen Menschen – unabhängig von Geschlecht, Herkunft, Religion, Alter und Hautfarbe. Die Gewerkschaft stellt sich Nationalismus, Rechtspopulismus, Rechtsextremismus, Antisemitismus und Fremdenfeindlichkeit entgegen. So haben es die Delegierten auf dem letzten ver.di-Bundeskongress beschlossen und zeigen da „klare Kante“, wie der ver.di-Vorsitzende Frank Werneke betonte. Das kann man in Zeiten zunehmender Kälte, rassistischer Hetze und Fremdenfeindlichkeit auch gar nicht oft genug wiederholen und so sind gerade jetzt gewerkschaftliche Aktivitäten und Wettbewerbe wie „Die Gelbe Hand“ wichtig. Prämiert werden bei dem Wettbewerb gelungene Beispiele, wie ein solidarisches Miteinander geht. Seit fast 35 Jahren gibt es den Ausrichter des Wettbewerbs, den gewerkschaftlichen Verein Mach’ meinen Kumpel nicht an – für Gleichbehandlung, gegen Fremdenfeindlichkeit und Rassismus e.V., der sich unermüdlich gegen Rechtspopulismus und Fremdenfeindlichkeit stellt. Sein Arbeitsschwerpunkt liegt in der aufklärenden und präventiven Arbeit. Beispielsweise hat er aktuell Bildungsmodule und Handreichungen für die betriebliche Ausbildung erstellt, in denen es um gelungene Kommunikation und Konfliktlösung geht, um praktische Tipps im Umgang mit rassistischen Sprüchen und um das Thema Demokratiebildung.

    Kampagne "Gelbe Hand" - Mach meinen Kumpel nicht an Foto: Kumpelverein Kampagnenmotiv Mach meinen Kumpel nicht an

    „Es ist erschreckend, wie sich das politische Klima in den letzten Jahren verändert hat“, schreibt der DGB-Vorsitzende Reiner Hoffmann in seiner Funktion als Schirmherr für den Wettbewerb 2020 „Die Gelbe Hand“ in seinem Grußwort. „Wir erleben Hass und Ausländerfeindlichkeit, rassistische und antisemitische Übergriffe und einen parlamentarisch verfestigten Rechtspopulismus, den ich nicht mehr für möglich gehalten hätte. Dem müssen wir entschlossen entgegentreten – egal ob in der Schule, im Betrieb oder in unserer Freizeit.“ Der Kumpelverein täte genau das, so Hoffmann.

    Zum 14. Mal hat der Kumpelverein den Wettbewerb „Die Gelbe Hand“ ausgeschrieben. Teilnehmen können bundesweit die Gewerkschaftsjugend, Schülerinnen und Schüler an Berufsschulen und -kollegs, Jugendliche, die sich derzeit in einer Ausbildung befinden, Klassenverbände und Projektgruppen, genauso wie gewerkschaftliche Gruppen und Initiativen. Die vorgestellten Projekte müssen andere motivieren, selbst gegen Fremdenfeindlichkeit, Diskriminierung und für Gleichbehandlung aktiv zu werden. Gesucht werden Beiträge, die im Jahr 2019 und bis zum 17. April 2020 entstanden sind und noch bei keinem anderen Wettbewerb prämiert wurden. Die Darstellungsform ist frei. Der Beitrag kann also in digitaler Form als Video, Audio-, Bild- oder Textdatei eingereicht werden. Die Gewinner des Wettbewerbs werden durch eine Jury ermittelt. Die feierliche Preisverleihung findet im Juni 2020 in Bremen statt. Die Teilnahme lohnt nicht nur für ein menschlicheres Miteinander, der 1. Preis bringt auch 1.000 Euro.

    Weitere Informationen gibt es online unter: www.gelbehand.de/wettbewerb

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