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    TAS AG: Arbeitgeber will Betriebsratswahlen verhindern

    TAS AG: Arbeitgeber will Betriebsratswahlen verhindern

    7. August 2012 | Drei Beschäftigten eines Callcenters der TAS AG in Leipzig ist gekündigt worden, nachdem sie Vorbereitungen für die Betriebsratswahlen getroffen hatten. „Ganz offensichtlich will man die Betriebsratswahlen verhindern “, sagt Christel Tempel, ver.di-Fachbereichsleiterin für „Besondere Dienstleistungen“ im Landesbezirk Sachsen/Sachsen-Anhalt/Thüringen. Die Drei erhielten fristlose Kündigungen, nachdem sie zu einer Versammlung zur Betriebsratswahl am 13. August 2012 eingeladen hatten. „ver.di wird für die Kolleginnen und Kollegen Kündigungsschutzklage einreichen.“

    „Drohungen an die Beschäftigten, mit der Wahl eines Betriebsrates würden Arbeitsplätze gefährdet und Aufträge nicht an die TAS AG vergeben, sind ein Skandal."

    Christel Tempel, ver.di-Fachbereichsleiterin im Landesbezirk Sachsen/Sachsen-Anhalt/Thüringen

    Bevor die Kündigungen ausgesprochen wurden, hatten andere Beschäftigte und Verantwortliche einen offenen Brief verfasst. „Es werden Unwahrheiten, Vorwürfe und Beleidigungen verbreitet“, so Christel Tempel. „Drohungen an die Beschäftigten, mit der Wahl eines Betriebsrates würden Arbeitsplätze gefährdet und Aufträge nicht an die TAS AG vergeben, sind ein Skandal. Das können wir so nicht hinnehmen. Mit ver.di-Unterstützung werden die drei Beschäftigten Strafanzeige stellen.“ Sie wollen ihre Kolleginnen und Kollegen am Donnerstagabend über den Stand der Dinge informieren.

    In dem Callcenter der TAS AG in Leipzig arbeiten derzeit rund 350 Beschäftigte. Sie übernehmen Callcenter-Aufgaben für Banken oder den Online-Versandhandel, bis vor kurzem auch für Neckermann.