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    Verschlechterungen abgewehrt und 5,2 Prozent mehr

    Tarifabschluss für das Versicherungsgewerbe

    Verschlechterungen abgewehrt und 5,2 Prozent mehr

    25.07.2011 | Fast vier Monate dauerten die Tarifverhandlungen für die rund 175.000 Versicherungsbeschäftigten. Am 21. Juli 2011 traf sich ver.di mit dem Arbeitgeberverband der Versicherungsunternehmen (AGV) in Düsseldorf.

    Der Druck von mehr als 10.000 Streikenden führte zur vierten Verhandlungsrunde – und zum Durchbruch:

    • Die Gehälter der Beschäftigten bei den Versicherungen werden zum 1. September 2011 um drei Prozent und zum 1. Oktober 2012 noch einmal um weitere 2,2 Prozent erhöht.
    • Im August 2011 gibt es eine gestaffelte Einmalzahlung je nach Eingruppierung in Höhe von 450 Euro bzw. 350 Euro.
    • Der Manteltarifvertrag bleibt unverändert bestehen.
    • Die Laufzeit des Entgelttarifvertrages beträgt 24 Monate (bis 31. März 2013).
    • Auszubildende erhalten zum 1. September 2011 und zum 1. Oktober 2012 jeweils 25 Euro mehr.

    In der Tarifrunde 2011 forderte ver.di sechs Prozent mehr Geld oder mindestens 150 Euro, sichere Beschäftigung und weniger Arbeitsbelastung. Die Arbeitgeber dagegen wollten die Gehälter in einer eher homöopathischen Größenordnung erhöhen und eine nachhaltige Verschlechterung im Manteltarifvertrag erreichen.

    "Wir sind mit dem Ziel angetreten, manteltarifliche Verschlechterungen für die Beschäftigten zu verhindern", sagte die ver.di-Verhandlungsführerin Beate Mensch. Dass der Manteltarifvertrag so bleibt, wie er ist, das ist ein "Erfolg der Streikenden", so Mensch. Die erzielten Regelungen wurden einstimmig durch die große Tarifkommission angenommen.

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