Tarifnews

    Bislang große Unterschiede

    ver.di will einheitlichen Entgelttarifvertrag für Sicherheitspersonal an Flughäfen

    18. September 2018 | ver.di will erstmals einen bundesweit einheitlichen Aviation-Entgelttarifvertrag für die rund 23.000 Beschäftigten im Bereich der Sicherheit an Flughäfen durchsetzen. Hauptforderung in den anstehenden Tarifverhandlungen mit dem Bundesverband der Luftsicherheitsunternehmen (BDLS) ist eine Erhöhung des Stundenlohns für die Tätigkeit in allen Kontrollbereichen der Flughäfen auf 20 Euro pro Stunde. Das hat die Tarifkommission der Gewerkschaft beschlossen. Die zwischen den Bundesländern bestehenden Unterschiede sollen schnellstmöglich ausgeglichen werden.

    Sicherheitskräfte am Flughafen: Ihr Streik war erfolgreich DPA Bildfunk Sicherheitskräfte am Flughafen


    Die Tarifverträge in den Bundesländern haben bisher zu Einkommensunterschieden von bis zu drei Euro pro Stunde für gleiche Tätigkeiten geführt. Auch sind die Tätigkeitsbeschreibungen nicht einheitlich. Eine weitere Forderung von ver.di ist deshalb die Vereinheitlichung der Zuschläge im Bereich der Luftsicherheit. ver.di fordert dazu einen bundeseinheitlichen Überstunden- und Mehrarbeitszuschlag von 30 Prozent und einen Sonntagszuschlag von 50 Prozent. Die Zahl der Flugpassagiere steige ständig, während die Zahl der Beschäftigten im Sicherheitsbereich nicht erhöht werde, kritisiert ver.di. Das müsse zunächst durch finanzielle Zuschläge ausgeglichen werden. Die Tarifverhandlungen beginnen am 16. Oktober 2018 in Berlin. Bis zum Jahresende will ver.di den bundesweiten Entgelttarifvertrag erreicht haben.