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    98,3 Prozent der ver.di-Mitglieder stimmen für Streiks

    Tarifrunde Tageszeitungsredaktionen - Urabstimmungen in Baden-Württemberg

    98,3 Prozent der ver.di-Mitglieder stimmen für Streiks

    21.07.2011 | In der Tarifrunde für Redakteur/innen und Freie an Tageszeitungen stimmen die ver.di-Mitglieder in den einzelnen Bundesländern seit Montag (18. Juli) ab: Unbefristet streiken oder nicht.

    In Baden-Württemberg sind die Stimmen ausgezählt und das Ergebnis ist eindeutig: Mit Streiks wollen mehr als 98 Prozent der Beschäftigten gegen den Abbau von Tarifrechten vorgehen, den die Verleger fordern. Bestreikt wird auch das wesentlich niedrigere "Tarifwerk II" für Neueingestellte in Zeitungsredaktionen. Und, die Baden-Württemberger wollen mit Streiks für Erhöhungen von Gehältern und Honoraren um vier Prozent kämpfen.

    Mit diesem Urabstimmungsergebnis, dass die nötige Zustimmungsquote von 75 Prozent deutlich übertroffen hat, wird der Druck auf die Zeitungsverleger verstärkt. "Das eindeutige Votum unserer Mitglieder spiegelt die Stimmung, die wir in den letzten Wochen in den Redaktionen erlebt haben, wider: Mit uns wird es keinen Billig-Journalismus geben", so Annegret Kaiser, ver.di -Fachbereichsleiterin in Baden-Württemberg.

    ver.di Baden-Württemberg ruft jetzt zu unbefristeten Streiks auf. Für Montag planen die Streikenden eine landesweite Streikversammlung - in Stuttgart. Weitere Urabstimmungen laufen bereits seit gestern (20. Juli) in Nordrhein-Westfalen. Da die Redaktionen der betroffenen Zeitungen zum großen Teil bereits seit Wochenbeginn streiken, kann die Berichterstattung erheblich beeinträchtigt sein.

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