Tarifnews

    Unterstützung für streikendes Kabinenpersonal

    Mitmachen: Solidarität mit Ryanair-Beschäftigten zeigen

    Die Auseinandersetzungen bei Ryanair gehen weiter. Am 28. September 2018 wird das Ryanair-Kabinenpersonal europaweit in noch nie dagewesenem Ausmaß in den Streik treten. Mit Solidaritätskundgebungen will ver.di den Kolleginnen und Kollegen bei Ryanair zeigen, dass sie in ihrem Kampf für ihre Rechte nicht alleine stehen. Mit der Beteiligung vieler Menschen vor Ort wird es gelingen, den Tag zu einem Erfolg zu machen. In Deutschland wird am 28. September in Berlin ab 9:30 Uhr am Flughafen Schönefeld und in Frankfurt ab 11 Uhr am Flughafen gestreikt. Seid dabei, macht mit. Jede/r ist willkommen. Oder sendet ein Foto von Euch und Euren Kolleg/innen mit Soli-Schild oder Soli-Brief, gern auch in Englisch, an my-ryanair-union@verdi.de.

    Al­lein am Flug­ha­fen Frank­furt be­tei­lig­ten sich 75 Pro­zent der Ryanair-Ka­bien­be­schäf­tig­ten am ers­ten Streik in Deutsch­land Foto: Silas Stein/dpa Al­lein am Flug­ha­fen Frank­furt be­tei­lig­ten sich 75 Pro­zent der Ryanair-Ka­bien­be­schäf­tig­ten am ers­ten Streik in Deutsch­land


    ver.di fordert weiterhin die Einführung existenzsichernder Tarifverträge bei Ryanair. Die größte Billigfluglinie Europas verweigert den Beschäftigten aber nach wie vor ein menschenwürdiges Einkommen und eine angstfreie Unternehmenskultur. Nach zwei ergebnislosen Verhandlungsrunden zwischen ver.di und Ryanair für rund 1.000 Flugbegleiter/innen in Deutschland gab es am 12. September 2018 einen ersten ganztägigen Warnstreik. Derzeit wird mit Ryanair weiterverhandelt, die letzte Runde fand am 25. September 2018 statt. 

    Ryanair will Rechte der Beschäftigten nicht anerkennen

    Da die überwiegende Mehrheit der Ryanair Kabinenbeschäftigten in absolut unsicheren Beschäftigungsverhältnissen arbeitet (Leiharbeit, Probezeit, Kettenbefristungen, etc.), treffen sie Einschüchterungen und Disziplinarmaßnahmen seitens Ryanair besonders hart. Auch im Nachgang des bisherigen Arbeitskampfes hat das Management der Airline deutlich gemacht, dass sie die Rechte ihrer Beschäftigten nicht anerkennen wollen.

    Mit viel Unterstützung aus Politik, Gewerkschaft und Gesellschaft soll dagegen jetzt deutliches Zeichen gesetzt werden.