Tarifnews

    Wettbewerbsnachteile werden damit vermieden

    Sicherheitsdienstleistungen in Sachsen-Anhalt: Entgelttarifvertrag ist allgemeinverbindlich

    7. Juli 2017 | Der Tarifausschuss des Ministeriums für Arbeit und Soziales in Sachsen-Anhalt hat am 5. Juli 2017 den Entgelttarifvertrag für Sicherheitsdienstleistungen mit Wirkung ab 30. Mai 2017 für allgemeinverbindlich erklärt. Damit beträgt zum Beispiel der Stundenlohn für alle Sicherheitsmitarbeiter/innen im Objekt- oder Separatwachdienst in Sachsen-Anhalt 2017 9,35 Euro, ab 1. Februar 2018 9,80 Euro und ab 1. Dezember 2018 10 Euro. Auch für alle anderen Tätigkeitsgruppen gilt die Allgemeinverbindlichkeit, einschließlich aller Zuschläge und Zulagen.

    „Eine richtige Entscheidung für die Beschäftigten und für die Branche“, sagte Christel Tempel, ver.di-Landesbezirksfachbereichsleiterin für den Fachbereich Besondere Dienstleistungen im ver.di-Landesbezirk Sachsen, Sachsen-Anhalt, Thüringen. Alle Arbeitnehmer/innen erhalten damit vergleichbare Mindestbedingungen für ihre Arbeit, und für die verbandsgebundenen Sicherheitsunternehmen können damit bestehende Wettbewerbsnachteile, gerade bei der Ausschreibung öffentlicher Aufträge, vermieden werden. Die Auftragsvergabe erfolgt in der Regel nicht nach Qualitätsaspekten, obwohl dies, entsprechend gestiegenem Sicherheitsbedürfnis, dringend erforderlich ist, sondern vorrangig nach dem Preis. Dem könne jetzt Einhalt geboten werden, sagte Christel Tempel.

    Geld ist genug da! Karmann/DPA Dieser Tarifabschluss ist allgemeingültig, das heißt, die Aufträge werden jetzt nicht mehr nach dem Preis vergeben  –