Tarifnews

    Urabstimmung in Bayern abgeschlossen

    Tarifrunde Tageszeitungsredaktionen

    Urabstimmung in Bayern abgeschlossen

    29.07.2011 | 99 Prozent der ver.di-Mitglieder stimmen für Streiks.

    In den Tarifverhandlungen für die rund 14.000 Redakteurinnen und Redakteure an Tageszeitungen konnten sich die Verhandlungsführer bisher nicht auf ein Ergebnis einigen. ver.di rief daher zu regional gestaffelten Urabstimmungen auf.
    In diesen entscheiden die Mitglieder, ob sie unbegrenzt streiken. Die Journalistinnen und Journalisten in Baden-Württemberg und Nordrhein-Westfalen hatten in der vergangenen Woche für Streiks gestimmt.

    Jetzt sind auch die Stimmzettel von 13 bayerischen Zeitungsverlagen ausgezählt: 99 Prozent der ver.di-Mitglieder sagen Ja zu Streiks. Klares Zeichen: Sie wollen so den Abbau von Tarifrechten und die von der Verlegerseite, dem Bundesverband Deutscher Zeitungsverleger (BDZV) geforderten Gehaltsverschlechterungen abwehren. Die Gewerkschaften, der Deutschen Journalistinnen- und Journalisten Union in ver.di (dju) und dem Deutschen Journalisten-Verband (DJV) wollen für ihre Mitglieder unter anderem die Streichung des Urlaubsgeldes und eine Tarifabsenkung von über 20 Prozent für Neuangestellte sowie Einschnitte bei der Altersversorgung verhindern.

    Die eindeutige Entschlossenheit von Journalistinnen, Journalisten und Freien zu Streiks zeigt: Sie kämpfen für die Sicherung von Qualitätsjournalismus. Der Druck auf die Verhandlungsführer des BDZV ist erhöht. Auf ihren Wunsch werden die Verhandlungen zügig fortgesetzt: Am 2. August wird in Hamburg weiterverhandelt.

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