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    ver.di: 18. Mai ist Tag der Selbstverwaltung

    ver.di: 18. Mai ist Tag der Selbstverwaltung

    Vor einem Jahr wurden die Selbstverwaltungsparlamente der gesetzlichen Sozialkassen gewählt. Um auf diese Sozialwahlen aufmerksam zu machen, hatte ver.di für den 18. Mai 2011 zu einem Aktionstag in den Betrieben aufgerufen. Und um die Arbeit der Versichertenvertreter/innen insgesamt transparenter zu machen, hat ver.di jetzt beschlossen, den 18. Mai jeden Jahres zum Tag der Selbstverwaltung zu machen.

    Zum Auftakt stellte ver.di-Bundesvorstandsmitglied Elke Hannack gemeinsam mit drei ehrenamtlichen Mitgliedern von Versichertenparlamenten deren Aufgaben bei einem Pressegespräch in Berlin vor. 

    „Unser Ziel ist es, unsere ver.di-Vertreter/innen einer breiten Öffentlichkeit bekannt zu machen.“

    Elke Hannack, ver.di-Bundesvorstandsmitglied

    Ab dem kommenden Jahr sollen jeweils am 18. Mai in Betrieben und ver.di-Bezirken Aktionen stattfinden, bei denen gezeigt wird, welche Aufgaben die Versichertenparlamente haben, wie sich die gewählten Vertreter/innen für die Versicherten einsetzen und wie letztendlich jedes Mitglied einer gesetzlichen Sozialkasse von dieser ehrenamtlichen Arbeit profitiert.

    Einer der Aktiven ist Ingo Schäfer, Versichertenberater der Rentenversicherung Berlin-Brandenburg. Er ist einer von 2400 Versichertenberater/innen bundesweit und berät ehrenamtlich und kostenlos bei allen Fragen rund die Leistungen der gesetzlichen Rentenversicherung. Dabei hat er festgestellt, dass viele Versicherte von den Anträgen oder auch von Bescheiden einfach überfordert sind. „Da bieten wir eine objektive, nette, freundliche Beratung von nebenan“, sagt Schäfer. Aber auch bei den gesetzlichen Krankenkassen oder den Berufsgenossenschaften engagieren ver.di-Aktive zugunsten der Versicherten in den Selbstverwaltungsgremien.

    "Da bieten wir eine objektive, nette, freundliche Beratung von nebenan."

    Ingo Schäfer, Versichertenberater der Rentenversicherung Berlin-Brandenburg

    „Unser Ziel ist es, unsere ver.di-Vertreter/innen einer breiten Öffentlichkeit bekannt zu machen“, sagt Elke Hannack. Durch das gesetzlich vorgeschriebene Briefwahlverfahren wirke die Wahl oft anonym, die Wahlbeteiligung lag 2011 bei rund 30 Prozent. Kritisiert werde auch oft, dass Männer über 60 in den Gremien überrepräsentiert seien. Hier sei es ver.di bei den Wahlen 2011 gelungen, den Frauenanteil auf 46 Prozent zu erhöhen und das Durchschnittsalter der eigenen Aktiven auf 54 zu senken, sagt Hannack nicht ohne Stolz.

    Für sie sind diese Zahlen erst ein Anfang. Denn mit mehr Transparenz über die Aufgaben der Selbstverwaltung will sie auch weitere junge Kandidat/innen für die nächste Wahl in fünf Jahren gewinnen.