Tarifnews

    Wasser- und Schifffahrtsverwaltung

    WSV: Vorerst bleiben die Schleusen dicht

    23. Juli 2013 | Seit Montag werden in Bayern erneut die Schleusen bestreikt. Vom heutigen Dienstag an erfassen die Arbeitsniederlegungen drei Tage lang Nordrhein-Westfalen und Niedersachsen. In Berlin und Brandenburg sollen die Schleusen ab Donnerstag für drei Tage bestreikt werden. Anschließend ist eine einwöchige Streikpause geplant. Mit der Unterbrechung des Streiks will ver.di dem Bund die Gelegenheit geben, seine Haltung zu überdenken und einen Tarifvertrag abzuschließen, sagte ver.di-Bundesvorstandsmitglied Achim Meerkamp.

    Die Beschäftigten der Wasser- und Schifffahrtsverwaltung und weiterer Einrichtungen und Behörden im Zuständigkeitsbereich von Bundesverkehrsminister Peter Ramsauer, CSU, kämpfen bereits seit Monaten für den Abschluss eines Tarifvertrags, der sie vor den Folgen des geplanten Behördenumbaus schützen soll. Seit Anfang Juli wird dazu regional an mehreren Tagen immer wieder die Arbeit an den Schleusen niedergelegt. Aus dem Ministerium gibt es bislang jedoch nur unverbindliche Zusagen.

    Ein Viertel der rund 12.000 Arbeitsplätze sind vom Abbau bedroht. Doch auch für die Gesamtwirtschaft wären die Folgen immens: „Der Bund setzt die Funktionsfähigkeit der Wasser- und Schifffahrtsverwaltung und dazugehöriger Behörden und Einrichtungen als Servicedienstleister für die Infrastruktur aufs Spiel“, erklärte Achim Meerkamp. Damit gerieten auch die Arbeitsplätze vieler Binnenschiffer in Gefahr. Die neuerlichen Streiks seien für die vom zeitweiligen Ausfall der Schleusen betroffenen Unternehmen sicherlich nicht leicht. Doch wenn jetzt kein Tarifvertrag abgeschlossen werde, seien die langfristigen Folgen für die gesamte Branche der Binnenschiffer noch weitaus schwerwiegender.