Tarifnews

    Physiotherapie- und Präventionszentrum wieder zurück zur Charité

    Ab 1. Januar 2020 TVöD für Charité-Tochter CPPZ

    20. Juni 2019 | Am 17. Juni hat der Aufsichtsrat der Charité beschlossen, die 2009 ausgegründete und bis dato tariflose Tochter „Physiotherapie- und Präventionszentrum GmbH“ (CPPZ) zum 1. Januar 2020 wieder in die Charité einzugliedern. Das gaben der Regierende Bürgermeister, Michael Müller, und der Vorstandsvorsitzende der Charité, Prof. Max Einhäuptl, gegenüber den Beschäftigten bekannt, die die Aufsichtsratssitzung mit einer Kundgebung vor dem Tagungsort unter dem Motto „Versprechen halten!“ lautstark begleiteten.  

    Marco Pavlik, Gewerkschaftssekretär für die Charité, sagte: „Auch wenn noch viele Detailfragen zu regeln sind, damit bei dem Prozess keiner unter die Räder kommt, ist es ein großartiges Ergebnis für die Therapeuten und Anmeldekräfte.“ Ab Januar 2020 gilt nämlich auch der Tarifvertrag für den öffentlichen Dienst (TVöD) und bringt den CPPZ-Beschäftigten endlich Entgeltsteigerungen von bis zu 800 Euro – in Einzelfällen sogar noch mehr im Monat. „Wir werden aber genau aufpassen, dass beim Prozess der Wiedereingliederung alles auch im Sinne der Beschäftigten erfolgt, die für dieses Ergebnis wochenlang gestreikt haben“, so Pavlik weiter.

    Das Berliner Abgeordnetenhaus hatte am 13. Dezember 2018 im Nachtragshaushalt beschlossen, dass zusätzliche Investitionsmittel für Charité und Vivantes an die Rückführung der Therapeutischen Betriebe und die Integration der Beschäftigten in den TVöD gebunden sind. Damit wurde mehr Lohngerechtigkeit quasi per Gesetz festgeschrieben.

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    Mehr als 100 streikende Kolleginnen und Kollegen der Charité Physiotherapie- und Präventionszentrum GmbH solidarisierten sich mit den Celenus-Beschäftigten aus Bad Langensalza Foto: Renate Koßmann Streikende Charité-Beschäftigte und Töchter-Beschäftigte solidarisch