Tarifnews

    ver.di lohnt sich

    Pin Mail: Bis zu 7,3 Prozent mehr Lohn

    25. April 2019, Berlin | Die zirka 1.300 Beschäftigten der Pin Mail AG bekommen rückwirkend zum 1. April zwischen 3 und 4,3 Prozent mehr Lohn; je nach Tätigkeit und Betriebszugehörigkeit. Zum 1. April 2020 kommen weitere 3 Prozent obendrauf. Darauf haben sich ver.di, Landesbezirk Berlin Brandenburg, und der Berliner Postdienstleister Pin Mail AG geeinigt.

    Nach dem ersten Arbeitskampf in 2013 gibt es für die Beschäftigten bei der Pin Mail AG erneut einen guten Tarifabschluss Foto: Jensen/dpa-Bildfunk Mehr Geld für Berliner Pin-Mail-Beschäftigte


    Ferner wurden ein zusätzlicher Urlaubstag für alle Beschäftigten und eine Jahressonderzahlung vereinbart, die bis 2020 auf 240 Euro steigt und jeweils im November ausgezahlt wird. Außerdem wurde ein weiterer Stufenaufstieg nach einer Beschäftigungsdauer von zehn Jahren vereinbart.

    Die Vergütungen der Auszubildenden zu Fachkräften für Kurier-, Express und Postdienstleistungen werden ab 1. September 2019 auf 880 Euro und je nach Lehrjahr dann auf bis zu 1.080 Euro angehoben. Damit liegen sie an der Spitze der Postdienstbranche.

    Die Tarifvereinbarung gilt vom 1. April 2019 bis zum 31. März 2021. Der Aufsichtsrat der Pin Mail AG und die ver.di-Tarifkommission haben dem Vertrag bereits zugestimmt.

    Der Abschluss ist insofern bemerkenswert, als ver.di erst 2013 bei einem großen Arbeitskampf überhaupt den ersten Haustarifvertrag für die Beschäftigten der Pin Mail erreicht hat, der dann ab Januar 2014 galt. Bis zum heutigen Tag konnten die durchschnittlichen Tarifentgelte in der Zustellung um zirka 20 Prozent, die der Beschäftigten im Sortierzentrum um zirka 15 Prozent angehoben werden. Ohne den ersten Arbeitskampf wäre es nicht dazu gekommen. Die Mitgliedschaft in ver.di hat sich ausgezahlt.