Tarifnews

    Erste Verhandlungsrunde ohne Ergebnis

    Telekom: Sechs Prozent mehr gefordert

    8.4.2022 – Heute beginnen die Tarifverhandlungen für die Beschäftigten der Deutschen Telekom. ver.di fordert für die rund 50.000 Tarifbeschäftigten eine tabellenwirksame Erhöhung der Entgelte und eine Erhöhung der individuellen Entgelte um 6,0 Prozent. Hinzu soll eine Komponente kommen, die die Einkommensgerechtigkeit steigert.

    Die Vergütungen der Azubis sollen überproportional steigern, die Vergütungen der Dual Studierenden um 80 Euro pro Monat. Zudem soll die Unterhaltsbeihilfe erhöht werden – und das bei einer Laufzeit von zwölf Monaten. Diese Forderungen hat die Tarifkommission von ver.di beschlossen. In der ersten Verhandlungsrunde gab es noch kein Ergebnis. Jetzt soll am 27. April weiter verhandelt werden.

    Dass die Deutsche Telekom wirtschaftlich stark ist, hat sich jüngst auf der Hauptversammlung des Konzerns erneut gezeigt. „Die Beschäftigten haben zu diesem Erfolg maßgeblich beigetragen, und sie fordern zurecht Anerkennung und Teilhabe“, sagte ver.di-Verhandlungsführer Frank Sauerland nach der ersten Runde. Oberstes Ziel der Tarifrunde sei es, angesichts der aktuell steigenden Lebenshaltungskosten die Reallöhne der Beschäftigten zu stärken.

    Die Deutsche Telekom sei besonders gut durch die Zeit der Pandemie gekommen, so Sauerland weiter. „Deshalb muss der Konzern auch eine besondere Verantwortung übernehmen.“ Dies gelte auch mit Blick auf die Zahl der Ausbildungs- und Studienplätze. Zu diesem Thema gebe es parallel dringenden Gesprächsbedarf.

    ver.di verhandelt in dieser Tarifrunde für die Beschäftigten folgender Unternehmen:

    • Deutschen Telekom AG (DTAG) inklusive der Auszubildenden und der Dual Studierenden
    • Telekom Deutschland GmbH
    • DT Technik GmbH
    • DT Service GmbH
    • DT Außendienst GmbH
    • DT ISP GmbH
    • GKV GmbH
    • DT BS GmbH
    • DT IT GmbH

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