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    World’s Worst Boss!

    Amazon: Jeff Bezos zum schlechtesten Boss der Welt gewählt

    BERLIN, 22. Mai 2014 | Jeff Bezos, der Chef von Amazon und weltweit größte Online-Versandhändler, wurde auf dem 3. Kongress des Internationalen Gewerkschaftsbundes (IGB) in Berlin zum „Schlechtesten Arbeitgeber der Welt“ ernannt.

    Jeff Bezos von Amazon, der schlechteste Arbeitgeber der Welt EPA/JUSTIN LANE/ dpa - Bildfunk Jeff Bezos von Amazon, der schlechteste Arbeitgeber der Welt


    Obwohl es viele Arbeitgeber gebe, die Erfolge zu Lasten ihrer Beschäftigten einfahren, seien es 2014 vor allem neun Unternehmer, die es verdienten, bei der ersten Wahl zum  „World’s Worst Bosses“ anzutreten, sagte nach der Entscheidung Sharan Burrow, Generalsekretärin des IGB.

    „Amazon Deutschland behandelt seine Beschäftigten, als seien sie Roboter. Und das Unternehmen macht kein Geheimnis daraus, dass es in wenigen Jahren, seine Mitarbeiter/innen durch Roboter ersetzen will“, sagte Burrow. Amazon sei ein reiches amerikanisches Unternehmen, das weltweit agiere und dabei die Würde und Rechte von Beschäftigten missachte.

    Insgesamt wurden über 20.000 Stimmen für neun Unternehmen abgegeben, die wegen ihrer Missachtung von Arbeiterrechten ausgewählt worden waren, neben anderen Aktivitäten, die sie betreiben, um die Interessen ihrer Beschäftigten zu untergraben.

    Amazon ist unter ihnen führend, was die Umgehung von Gewerbesteuern und schlechte Arbeitsbedingungen betrifft:

    • Lagerarbeiter laufen mehr als 24 Kilometer am Tag;
    • Notarztwagen warten regelmäßig außerhalb des Firmengeländes, um Beschäftigte aufzusammeln;
    • in Deutschland kämpfen die Amazon-Beschäftigten mit ver.di für höhere Löhne und bessere Arbeitsbedingungen.

    Zur Wahl des World’s Worst Bosses standen auch:

    • C. Douglas McMillon, CEO Wal-Mart Stores
    • Jamie Dimon, CEO JP Morgan Chase
    • Loyd Blankfein, CEO Goldman Sachs Group
    • Charles Koch, CEO Koch Industries
    • Lee Kun-Hee, Chairman Samsun Group
    • Ivan Glasenberg, CEO Glencore Xstrata

    Hier geht's zur englischen Pressemitteilung von Uni Global