Tarifnews

    Mehr Geld und Gesundheitsschutz

    ver.di erzielt Ergebnis bei Tarifverhandlungen für Dialyse-Unternehmen KfH

    11. April 2018 | ver.di hat für die bundesweit rund 7.000 Beschäftigten des Kuratoriums für Dialyse und Nierentransplantation e.V. (KfH) in der vierten Tarifverhandlungsrunde ein Ergebnis erzielt. Im Ergebnis enthalten sind deutliche Vergütungssteigerungen und erstmals auch Maßnahmen zum Gesundheitsschutz der Beschäftigten.

    Rückwirkend ab dem 1. Januar 2018 sollen demnach die Gehälter um einen Festbetrag von 100 Euro pro Monat angehoben werden, ab dem 1. März 2019 sollen weitere 30 Euro hinzukommen. Im Durchschnitt ergibt das eine Lohnsteigerung von vier Prozent. Die Festbeträge sorgen vor allem für eine spürbare Steigerung der Entgelte in den unteren Lohngruppen. Auch Auszubildende sollen mehr bekommen: Die Vergütung soll je nach Ausbildungsjahr um 100 bis 130 Euro steigen. Die neuen Vergütungstabellen sind zum 31. Dezember 2019 kündbar. Die Tarifvertragsparteien einigten sich außerdem auf verbesserte Zuschläge für Nachtarbeit und Rufbereitschaft. ver.di-Mitglieder erhalten im April 2019 einen Bonus von 500 Euro als Einmalzahlung.

    Darüber hinaus wurde ein umfangreiches Maßnahmenpaket zum Thema „Demographie und Gesundheitsschutz“ vereinbart. Beschäftigte sollen seltener als bisher an freien Tagen zum Dienst herangezogen werden. Für den Fall, dass sie doch freiwillig einspringen, sollen sie Zuschläge bekommen. Außerdem enthält das Paket Regelungen zur Arbeitszeitreduzierung und zur Personalbedarfsermittlung gemeinsam mit dem Betriebsrat.

    Die Tarifkommission hat beschlossen, eine Mitgliederbefragung über das Verhandlungsergebnis durchzuführen. Die Kommission empfiehlt den ver.di-Mitgliedern, das Ergebnis anzunehmen.

    Gesundheit müssen sich alle leisten können. Foto: die bildstelle / Freelens Pool Mehr Geld und Schutz der eigenen Gesundheit, das hat ver.di für die Beschäftigten der Dialyse-Unternehmen KfH in der vierten Tarifverhandlungsrunde erreicht