Tarifnews

    Öffentlicher Dienst: Der Druck nimmt zu

    Öffentlicher Dienst: Der Druck nimmt zu

    Rund 130.000 Beschäftigte des öffentlichen Dienstes von Bund und Kommunen legten diese Woche ihre Arbeit nieder und ließen Deutschland spüren, was das heißt: Es geht nichts mehr.


    In jedem Bundesland gab es Warnstreiks, Busse und Bahnen blieben stehen, Kitas geschlossen, Stadtverwaltungen zu. Die Gäste der weltgrößten Technologiemesse Cebit in Hannover mussten gucken, wie sie zur Messe kommen, denn auch hier legte ver.di die öffentlichen Verkehrsbetriebe lahm. Allein am Mittwoch streikten bundesweit rund 80.000 Beschäftigte.

    Zu recht setzen die Beschäftigten ein deutliches Signal: Für ihre jahrelange Bescheidenheit wollen sie jetzt belohnt werden und fordern von ihren Arbeitgebern 6,5 Prozent mehr Gehalt, mindestens aber 200 Euro monatlich. Die Arbeitgeber hatten in der ersten Verhandlungsrunde am 1. März in Potsdam kein Angebot vorgelegt; im Gegenteil, sie forderten die Gewerkschaften auf, eine Vorleistung zu bringen – nämlich die Forderungen zurückzunehmen. Die Antwort der Beschäftigten kommt einstimmig: Den Druck erhöhen!

    „Das ist ein deutliches Signal an die Arbeitgeber von Bund und Kommunen, die Erwartungen der Beschäftigten ernst zu nehmen und ihnen die angemessene Wertschätzung für ihre Arbeit entgegenzubringen“

    ver.di-Vorsitzender Frank Bsirske

    Und so haben sie diese Woche gezeigt, warum sie es wert sind, besser bezahlt zu werden. „Das ist ein deutliches Signal an die Arbeitgeber von Bund und Kommunen, die Erwartungen der Beschäftigten ernst zu nehmen und ihnen die angemessene Wertschätzung für ihre Arbeit entgegenzubringen“, sagte der ver.di-Vorsitzende Frank Bsirske.

    Die nächste Verhandlungsrunde findet am 12. und 13. März in Potsdam statt.