Tarifnews

    Tarifabschluss für rund 4.000 Beschäftigte

    Jährliches Weiterbildungsbudget mit der ING vereinbart

    4. November 2019 | ver.di und die ING haben sich auf einen Tarifabschluss für die rund 4.000 Beschäftigten bei der Bank geeinigt. Dieser sieht als Zukunftstarifvertrag erstmalig ein individuelles jährliches Weiterbildungsbudget in Höhe von 500 Euro vor, welches auch über mehrere Jahre angespart werden kann.  

    ver.di und die ING-Bank haben sich auf einen Tarifabschluss geeinigt Foto: Van Lonkhuijsen/ANP/dpa – Bildfunk Zusätzlich wurden tarifliche Sonderzahlungen vereinbart


    Der Abschluss, der eine Erweiterung und Erneuerung des 2017 mit ver.di abgeschlossenen Zukunftstarifvertrages beispielsweise zu Gesundheits- und Altersteilzeitregelungen bildet, beinhaltet weitere Vereinbarungen zur Weiterbildung, eine Ausweitung des Anspruchs auf Freistellungsphasen sowie Kinderbetreuungs- und Pflegekostenzuschüsse. Damit konnte ein Zukunftstarifvertrag mit exemplarischem Charakter für die gesamte Branche abgeschlossen werden. Darüber hinaus wurden tarifliche Sonderzahlungen vereinbart.

    Wir wollen das Thema Weiterbildung fest verankern. Damit können wir den Wandel der Bankenbranche positiv mitgestalten und Arbeitsplätze sichern.“

    Christoph Schmitz, ver.di-Bundesvorstandsmitglied

    ver.di-Bundesvorstandsmitglied Christoph Schmitz, der den Abschluss als zukunftsweisend und innovativ bewertet, betont: „Wir wollen das Thema Weiterbildung fest verankern. Damit können wir den Wandel der Bankenbranche positiv mitgestalten und Arbeitsplätze sichern.“

    ver.di-Verhandlungsführer Jan Duscheck weist darauf hin, dass das tariflich vereinbarte Weiterbildungsbudget in dieser Form ein Alleinstellungsmerkmal in der Branche sei. „Wir würden uns wünschen, dass das in anderen Häusern Schule macht. Es tut sich auch in der gesamten Branche etwas in dieser Richtung, aber nicht in dem Tempo und in der Qualität.“ Die Tarifpartner hätten damit deutlich gemacht, dass ein tragfähiges Geschäftsmodell und gute innovative Arbeitsbedingungen kein Widerspruch sein müssen.

    Die vereinbarten jährlichen Sonderzahlungen würden zu spürbaren Verbesserungen beim Gehalt führen. Hierbei wurde eine verbindliche „Nikolaus-Prämie“ in Höhe von 2.250 Euro pro Kalenderjahr sowie eine zusätzliche Sonderzahlung in Höhe von Dreiviertel eines Monatsgehaltes festgelegt.