Tarifnews

    Luftsicherheit: gleicher Lohn für gleichwertige Arbeit

    Mindestens 1 Euro mehr pro Stunde

    Berlin, 23.01.2022 – Vor Beginn der ersten Runde der Tarifverhandlungen zur Erhöhung der Entgelte für die bundesweit etwa 25.000 Sicherheitskräfte an den Verkehrsflughäfen hat ver.di ihre Forderungen bekräftigt. Die Verhandlungen zwischen ver.di und dem Bundesverband der Luftsicherheitsunternehmen (BDLS) beginnen am 24. Januar 2022 in Berlin. Die Beschäftigten erwarten – auch mit Blick auf die Inflationsrate – deutliche Lohnerhöhungen. „Wir fordern die Arbeitgeber der Luftsicherheitswirtschaft auf, schon in der ersten Runde ein verhandlungsfähiges Angebot vorzulegen, damit die Gespräche ergebnisorientiert geführt werden können“, sagt ver.di-Verhandlungsführer Wolfgang Pieper.

    Was fordert ver.di für die Sicherheitskräfte an den Verkehrsflughäfen im Detail?

    ver.di fordert für die Sicherheitskräfte an den Flughäfen eine Lohnerhöhung von mindestens einem Euro pro Stunde bei einer Laufzeit von zwölf Monaten. Der Lohn für die Luftsicherheitskräfte Fracht und Personal/Warenkontrolle mit behördlicher Prüfung soll auf das Niveau der Luftsicherheitsassistenten (Fluggastkontrolle) angehoben werden. In ihrem Fall soll der Grundsatz gelten: gleicher Lohn für gleichwertige Arbeit.

    Für die Luftsicherheitskräfte in der Bordkartenkontrolle, in der Sicherung von sicherheitsempfindlichen Bereichen, in der Flugzeugbewachung unter anderem mit Qualifizierung und bestandener Prüfung sowie in der Dokumentenkontrolle soll bundesweit das gleiche Stundenentgelt gezahlt werden. Bisher werden diese Beschäftigten regional unterschiedlich bezahlt, angeglichen werden soll auf das höchste Entgeltniveau. Auch die für die Dauer von bis zu 24 Monaten niedrigere Bezahlung von Sicherheitskräften beim Berufseinstieg soll abgeschafft werden.

    Und zum nächsten Terminal – so sieht es in den Tunneln des Flughafens Frankfurt aus, wenn die Sicherheitskräfte streiken Foto: Bernd Hartung Und zum nächsten Terminal – so sieht es in den Tunneln des Flughafens Frankfurt aus, wenn die Sicherheitskräfte streiken. Das war im Januar 2019. Es ist nicht auszuschließen, dass sich die Bilder wiederholen