ver.di-Honorarrechner für selbstständige Kreative

Ab 1. Juli 2024 gelten in der Bundeskulturförderung Honoraruntergrenzen, der ver.di-Honorarrechner zeigt, wie man sie spartenübergreifend ermittelt
26.06.2024

Ab 1. Juli gelten Mindeststandards in der Bundeskulturförderung. Bei allen Förderungen, bei denen das Bundesressort für Kultur und Medien mit mehr als 50 Prozent beteiligt ist, müssen demnach Honoraruntergrenzen eingehalten werden.

Passend dazu sorgt ver.di mit einem eigens entwickelten Honorarrechner für mehr Transparenz bei der Vergütung selbstständiger Kreativer. Unter der Adresse www.basishonorare.de können Kreative und kulturelle Bildner*innen Honorare auf Grundlage des Tarifvertrags für den öffentlichen Dienst (TVöD) kalkulieren.

 
Honorarrechner für selbstständige Kreative www.basishonorare.de

Die Arbeitszeit innerhalb eines Projekts, inklusive Vor- und Nachbereitung, Proben etc., bildet dabei die Ausgangsgröße. Faktoren, die spezifisch für die Selbstständigkeit sind, wie Zeit für Akquise, Buchhaltung und Öffentlichkeit sowie Kosten für Sozialversicherungen, sind bereits eingerechnet.

Der Honorarrechner wurde für den Bereich der Kulturfinanzierung entwickelt, um eine einfache Kalkulation von transparenten Honoraren in der Projektförderung zu ermöglichen. „Die Verpflichtung zu Honoraruntergrenzen läutet ein fundamentales Umdenken in der Kulturförderung ein. Aus dieser Innovation darf kein Bürokratiemonster für Verwaltungen entstehen. Daher werbe ich für die Verwendung eines Modells, das für alle Gewerke und Tätigkeiten genutzt werden kann und sich auf den in der Branche und der Verwaltung etablierten Tarifvertrag des öffentlichen Dienstes bezieht“, sagt ver.di-Bundesvorstandsmitglied Christoph Schmitz-Dethlefsen.

Mehr dazu in der ver.di publik: Wieviel Geld kann ich verlangen?

und bei Kunst und Kultur in ver.di