Tarifnews

    Durchschnittlich 8 Prozent mehr in drei Stufen

    Jetzt auch Tarifeinigung für die Landesbeschäftigten in Hessen

    2. April 2019 | Nach fast 20-stündigen Verhandlungen haben sich die Gewerkschaften mit dem Land Hessen auf einen Tarifvertrag verständigt. Danach bekommen die 45.000 Beschäftigten des Landes Hessen in drei Stufen insgesamt 8 Prozent mehr Geld (Gesamtvolumen). Dabei steigen die Gehälter in den Eingangsstufen um 11 Prozent. Der Mindestbetrag von 240 Euro verteilt sich ebenfalls auf drei Stufen. Die Laufzeit beträgt 33 Monate. Das Laufzeitende ist am 30. September 2021.

    Tarifrunde öD Länder 2019 ver.di Präzise nachgezogen: Jetzt gibt es auch eine Tarifeinigung für die Landesbeschäftigten in Hessen


    Die Gehälter werden zum 1. März 2019 um 3,2 Prozent, mindestens 100 Euro erhöht. In der jeweiligen Eingangsstufe steigen sie um 4,5 Prozent. Zum 1. Februar 2020 steigen sie wieder um 3,2 Prozent, mindestens um 100 Euro und für die Erfahrungsstufe 1 um 4,3 Prozent. Ab dem 1. Januar 2021 gibt es dann weitere 1,4 Prozent, mindestens 40 Euro mehr und 1,8 Prozent für die Stufe 1.

    Die Ausbildungsvergütungen steigen um 120 Euro in zwei Stufen, und zwar ab dem 1. Januar 2019 um 60 Euro und ab 1. Januar 2020 noch einmal um 60 Euro. Sie bekommen einen Tag mehr Urlaub (jetzt 30 Tage) und haben künftig Anspruch auf die Kinderzulage von 100 Euro pro Kind, die der Tarifvertrag des Landes für seine Beschäftigten vorsieht (Paragraf 23 a TV-H). Es wurde vereinbart, dass Auszubildende nach Ende der Ausbildung in den Landesdienst übernommen werden.

    Das Landesticket wird für die gesamte Laufzeit fortgeführt.

    Die Tarifvertragsparteien sind sich einig, das Ergebnis zeit- und wirkungsgleich auf die Beamtinnen und Beamten sowie die Versorgungsempfänger*innen zu übertragen und werden sich dafür einsetzen.

    Damit knüpft der Tarifvertrag weitestgehend an den der übrigen Bundesländer an. In der Tarifrunde öffentlicher Dienst der Länder hatten sich Gewerkschaften und Arbeitgeber bereits am 2. März in Potsdam für die eine Million Beschäftigten der Bundesländer (ohne Hessen) geeinigt.

    ver.di-Verhandlungsführer Wolfgang Pieper: „Das ist eines der besten Tarifergebnisse für Hessen seit langem. Insbesondere der Mindestbetrag von 240 Euro bringt für die unteren und mittleren Einkommen kräftige Steigerungen.“