Tarifnews

    Bund soll verhandeln

    WSV: Beschäftigte einbeziehen

    Umbau der Wasser- und Schifffahrtsverwaltungen

    8. November 2012 | ver.di fordert die Bundesregierung umgehend zu Tarifverhandlungen für die Beschäftigten der Wasser- und Schifffahrtsverwaltung und weiterer Bereiche des Bundesverkehrsministeriums auf. Hintergrund sind die Pläne des Bundesverkehrsministeriums, die Wasser- und Schifffahrtsverwaltungen umzubauen. Dadurch würden mehr als 2000 Stellen wegfallen. „Trotz aller Widerstände arbeitet das Ministerium weiter an der Umsetzung der Reform“, sagte Achim Meerkamp, ver.di-Vorstandsmitglied. „Beschäftigte werden durch die Zentralisierung der Aufgaben Arbeitsplätze verlieren, für eine Vielzahl der verbleibenden Beschäftigten werden sich die Arbeitsbedingungen einschneidend verändern.“

    Meerkamp rechnet damit, dass es bereits in naher Zukunft zu deutlichen Veränderungen in allen Bereichen des Ministeriums und seiner nachgeordneten Behörden kommen wird. „Eine Reform kann aber nur dann erfolgversprechend sein, wenn die Beschäftigten vor den negativen Folgen geschützt und Kündigungen ausgeschlossen werden“, sagte der Gewerkschafter.

    „Bislang zeigt das für Tarifverhandlungen zuständige Bundesinnenministerium wenig Neigung, mit ver.di einen entsprechenden Tarifvertrag abzuschließen. Dabei haben wir im Bereich der Bundeswehr bereits bewiesen, wie sich sozialverträgliche Begleitmaßnahmen für die betroffenen Beschäftigten in Tarifverträgen vereinbaren lassen“, betonte Meerkamp. „Die gleiche Bereitschaft erwartet ver.di nun für die Beschäftigten im Bereich des Bundesverkehrsministeriums. Die betroffenen Beschäftigten jedenfalls sind bereit, sich aktiv für ihre Forderungen einzusetzen.“

    Die Website der zuständigen ver.di-Bundesfachkommission Bundesverkehrsverwaltung

    Film zu einer Aktion gegen den Umbau der Wasser- und Schifffahrtsverwaltungen in Berlin im September 2012