Tarifnews

    5 Prozent mehr, Einmalzahlung, 40 Prozent mobile Arbeit

    Öffentliche Banken: Abschluss in der 6. Verhandlungsrunde

    Berlin, 01.04.2022 – Sechs Verhandlungsrunden in neuen Monaten – es hat lange gebraucht, aber jetzt hat ver.di für die Beschäftigten der öffentlichen Banken einen Tarifabschluss erzielt. Der Abschluss zwischen ver.di und dem Verband der öffentlichen Banken (VÖB) sieht zusätzlich zu der bereits im März gewährten Einmalzahlung von 750 Euro, eine weitere Einmalzahlung in Höhe von 300 Euro im April, 3 Prozent Gehaltserhöhung ab 1. Juli 2022 und weitere 2 Prozent zum 1. Juli 2023. Darüber hinaus wird die Arbeitszeit ab Januar 2024 wöchentlich um eine Stunde auf 38 Stunden verkürzt. Zudem erhalten die Beschäftigten einen tariflichen Anspruch, bis zu 40 Prozent ihrer Arbeitszeit mobil arbeiten zu können. Die Laufzeit des Tarifvertrags beträgt 35 Monate, bis zum 31. Mai 2024. 

    „Das Ergebnis ist ordentlich und hart erkämpft und kann sich vor dem Hintergrund der Pandemie und der schwierigen Lage in Europa, verursacht durch den russischen Angriffskrieg auf die Ukraine, mehr als sehen lassen.“

    Christoph Schmitz, ver.di-Bundesvorstand

    „Das Ergebnis ist ordentlich und hart erkämpft und kann sich vor dem Hintergrund der Pandemie und der schwierigen Lage in Europa, verursacht durch den russischen Angriffskrieg auf die Ukraine, mehr als sehen lassen“, sagt Christoph Schmitz, für das Bankenwesen verantwortliches Mitglied im ver.di-Bundesvorstand. ver.di war mit der Forderung nach einer Erhöhung der Gehälter um 4,5 Prozent bei einer Laufzeit von zwölf Monaten und einer sozialen Komponente von 150 Euro sowie einem Wahlrecht zwischen Gehalt und Freizeit und einer Regelung zur mobilen Arbeit in die Tarifverhandlungen gegangen. Herausgekommen ist ein ordentlicher Kompromiss.

    „Dieses Ergebnis ist nach sehr harten und langwierigen Verhandlungen erzielt worden und dazu hat sicherlich der Druck durch die vielen Streiks, in die die Beschäftigten zuvor getreten waren, beigetragen. Auch deshalb hat sich die Arbeitgeberseite am Ende auf uns zubewegt“, sagte ver.di-Verhandlungsführer Jan Duscheck nach der Verhandlungsrunde.

    Streikende Beschäftigte in der Tarifrunde der Banken 2021 mit ihren Botschaften auf den Streikschildern: „Tarif nur mit uns", „Come in and burn out“, „Tarif nur mit uns“ etc. Foto: Kay Herschelmann Tarifrunde Banken 2021/2022 – das Streiken zahlt sich jetzt aus, insgesamt steigen die Gehälter um 5 Prozent