Tarifnews

    Verhandlungen innerhalb der Deutschen Bank

    Postbank: Warnstreiks vor zweiter Runde

    12. August 2019 | ver.di hat die Arbeitgeber der Deutschen Bank (DB) Privat- und Firmenkundenbank AG aufgefordert, in der kommenden Verhandlungsrunde am 13. und 14. August 2019 für die Beschäftigten mit Postbank-Tarifverträgen ein verhandlungsfähiges Angebot vorzulegen. Die erste Runde im Juni war ohne Ergebnis geblieben, sodass ver.di die Beschäftigten der Postbank vor der zweiten Verhandlungsrunde zu ersten Warnstreiks aufgerufen hat. Die Arbeitgeberseite hatte kein Angebot vorgelegt. Verhandelt wird für rund 12.000 Beschäftigte bei Teilen der DB Privat- und Firmenkundenbank AG, Postbank Filialvertrieb sowie der BHW-Kreditservice und weiterer Tochterunternehmen (Betriebscenter für Banken, PB Service, PB Direkt, PB Firmenkunden AG). In Nordrhein-Westfalen, Bayern, Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen, Teilen von Brandenburg sowie dem Saarland, Rheinland-Pfalz und Baden-Württemberg ist es bereits in den vergangenen Wochen zu Warnstreiks gekommen. Die Folge waren Verzögerungen und Filialschließungen.

    "Finger weg von der Postbank" - Hände auf Postbank-Logo Copyright: dpa-picture alliance 2011 Die Postbank-Beschäftigten erwarten in der zweiten Runde ein verhandlungsfähiges Angebot

    „Mit einem Angebot hätten die Arbeitgeber den Beschäftigten Wertschätzung entgegenbringen können“, sagt ver.di-Verhandlungsführer Jan Duscheck zur aktuellen Situation. „Damit hätten sie Warnstreiks abwenden können. Nun erwarten wir, dass die Arbeitgeber das Signal verstanden haben und in der zweiten Runde ein verhandlungsfähiges Angebot vorlegen.“

    ver.di fordert unter anderem die Erhöhung der Gehälter um 7 Prozent, mindestens 200 Euro, bei einer Laufzeit von 12 Monaten. Die Beschäftigten sollen dabei wählen können, ob sie mehr Geld oder mehr Freizeit erhalten möchten. Des Weiteren fordert ver.di eine Erhöhung der Ausbildungsvergütung um 100 Euro. Für ver.di-Mitglieder werden außerdem sechs Gesundheits- und Entlastungstage gefordert.

    Die zweite Verhandlungsrunde findet am 13. und 14. August 2019 in Bonn/Siegburg statt.

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