Tarifnews

    ver.di fordert Kündigungsschutz bis Ende 2022

    Postbank: Auftakt Tarifrunde für mehr Geld und Sicherheit

    6. April 2017 | Mit den Arbeitgebern der Postbankunternehmen geht ver.di heute in Bonn in die erste Verhandlungsrunde über einen neuen Tarifvertrag. Die Gewerkschaft fordert eine Verlängerung des Kündigungsschutzes bis Ende 2022, die Erhöhung der Gehälter um 5 Prozent bei einer Laufzeit von 12 Monaten, eine deutliche Anhebung der Ausbildungsvergütungen sowie einen neuen Zukunftstarifvertrag und weitere unternehmensspezifische Forderungen. Verhandelt wird für rund 18.000 Beschäftigte bei der Postbank, Postbank Filialvertrieb sowie der BHW Gruppe und weiterer Tochterunternehmen (Betriebscenter für Banken, PB Service, PB Direkt, BHW KSG, PB Firmenkunden AG) in Bonn.

    „Die Beschäftigten der Postbank sind lange Zeit im Ungewissen gelassen worden, weil Gerüchte und Spekulationen um die Zukunft der Bank zu starken Verunsicherungen geführt haben. Jetzt muss es bei einer Integration in die Deutsche Bank Sicherheit für die Beschäftigten geben“, sagte ver.di-Bundesvorstandsmitglied und Verhandlungsführer Christoph Meister. ver.di wolle Klarheit über die Sicherheit der Arbeitsplätze schaffen.

    Mit dem von ver.di geforderten Zukunftstarifvertrag sollen die Veränderungen der Arbeitsbedingungen insbesondere durch die Digitalisierung mitgestaltet werden. Neben Arbeitsbedingungen zum alternsgerechten Arbeiten sollen auch Regelungen zum vorzeitigen Ausscheiden aus dem Berufsleben vereinbart werden. Dies biete jungen Menschen, insbesondere den Auszubildenden, die Möglichkeit einer verbindlich festgelegten Übernahme bei der Postbank. Zudem sollen auch Weiterbildungsansprüche und Regelungen zur arbeitnehmerorientierten Arbeitszeitgestaltung in den Tarifvertrag aufgenommen werden.

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