Tarifnews

    Öffnungsklausel abgewehrt

    Beschäftigte der Papierverarbeitung erhalten 5,5 Prozent mehr Geld

    20. Februar 2019 | Die rund 100.000 Beschäftigten der Papier, Pappe und Kunststoffe verarbeitenden Industrie erhalten künftig deutlich mehr Geld. In der Nacht vom 19. auf den 20. Februar 2019 einigte sich ver.di mit den Arbeitgebern in der fünften Verhandlungsrunde.

    Den kräftigen Anstieg der Löhne und Gehälter in der Papier, Pappe und Kunststoffe verarbeitenden Industrie hat ver.di mit Hilfe des massiven Streikdrucks in den Betrieben erreicht Foto: Martin Schutt/dpa Den kräftigen Anstieg der Löhne und Gehälter in der Papier, Pappe und Kunststoffe verarbeitenden Industrie hat ver.di mit Hilfe des massiven Streikdrucks in den Betrieben erreicht


    Zum 1. März 2019 steigen die Löhne und Gehälter um 2,8 Prozent und zum 1. März 2020 um weitere 2,7 Prozent. Die Ausbildungsvergütungen werden ab dem 1. März 2019 um 90 Euro monatlich erhöht. Die Arbeitgeber hatten gefordert, durch eine Öffnungsklausel die Möglichkeit zu erhalten, die Tarifsteigerungen erst zu einem späteren Zeitpunkt zu bezahlen. Diese Forderung wurde vollständig abgewehrt.

    „Angesichts der Ausgangslage in der Papierverarbeitung ist dies am Ende einer sehr langwierigen Tarifrunde ein respektables Ergebnis. Es wurde erst möglich durch die breite Beteiligung vieler Beschäftigter an Warnstreiks“, sagte ver.di-Verhandlungsführer Frank Werneke.

    Der Tarifvertrag hat eine 27-monatige Laufzeit. Die ver.di-Tarifkommission muss ihm noch zustimmen und trifft sich am 20./21. März 2019.