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    Sondierungsgespräche für Schlecker vertagt

    Sondierungsgespräche für Schlecker vertagt

    20. April 2012┃Die Sondierungsgespräche für einen möglichen Sanierungstarifvertrag für die insolvente Drogeriekette Schlecker sind am Freitag, dem 20. April, noch ohne konkretes Ergebnis vertagt worden. „Es gibt das deutliche Bemühen des Insolvenzverwalters, die offenen Fragen zu klären“, sagte ver.di-Verhandlungsführer Bernhard Franke in Ulm. „Allerdings konnten noch nicht alle grundlegenden Details überprüft werden, die Voraussetzung für Verhandlungen sind.

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Die Verhandlungskommission Schlecker habe in den Sondierungsgesprächen mit dem Insolvenzverwalter am Donnerstag und Freitag keinen Zweifel daran gelassen, dass mögliche weitere Beiträge der Schlecker-Beschäftigten – über die vollzogenen rund 11.000 Kündigungen hinaus – überhaupt nur denkbar seien, wenn im Gegenzug eine Beschäftigungssicherung und der Ausschluss betriebsbedingter Kündigungen vereinbart werde, sagte Franke.

    „Die Tarifkommission und die Beschäftigten brauchen eine gesicherte Datenbasis, wenn sie eine verlässliche Einschätzung zu den Zukunftsperspektiven von Schlecker vornehmen sollen.“

    Bernhard Franke, ver.di-Verhandlungsführer

    Außerdem erwarten ver.di und die Beschäftigten nach wie vor umfassende Informationen sowohl über die aktuelle wirtschaftliche Lage des Unternehmens als auch über ein nachvollziehbares Fortführungskonzept. Dies gelte gleichermaßen für die Pläne des Insolvenzverwalters wie für die Vorstellungen der potenziellen Investoren. „Die Tarifkommission und die Beschäftigten brauchen eine gesicherte Datenbasis, wenn sie eine verlässliche Einschätzung zu den Zukunftsperspektiven von Schlecker vornehmen sollen“, so Franke.

    Die Sondierungsgespräche der Verhandlungskommission mit dem Insolvenzverwalter werden am Mittwoch, dem 25. April, fortgesetzt. Die Bundestarifkommission Schlecker wird am Freitag, den 27. April, über den aktuellen Stand der Gespräche und das weitere Vorgehen beraten.