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    Frank Bsirske: "ver.di ist in sich stabil"

    Interview

    Frank Bsirske: "ver.di ist in sich stabil"

    29.08.2011 | Vor zehn Jahren schlossen sich fünf Einzel-gewerkschaften zur Vereinten Dienstleistungsgewerkschaft ver.di zusammen. Ihr Vorsitzender, Frank Bsirske, sieht ver.di auf sicherem Boden. Im Interview mit Dieter Keller (Südwestpresse) vom 29. August geht es um Staatsschulden und die Euro-Krise, die - ungerechte - Steuerpolitik, die Parteipolitik der Grünen und den im September beginnenden 3. ver.di-Bundeskongress in Leipzig.

    „ver.di ist eine Gewerkschaft der Vielfalt der Berufe und Branchen. Es ist uns gelungen, das in unseren Strukturen abzubilden.“

    Frank Bsirske

    Klar ist: Bei den Löhnen gibt es Nachholbedarf. Und: Eine Debatte über die Umverteilung von oben nach unten ist dringend nötig.

     

    Euro brennt Foto: dpa/PA Euro brennt

    In einem weiteren Interview mit der "Welt" vom 28. August warnt Frank Bsirske vor sozialen Unruhen in Deutschland. In den deutschen Steuerregeln sieht er einen Hauptgrund für die Schuldenkrise. Privatvermögen und Unternehmensgewinne müssten künftig mindestens nach EU-Maßstäben besteuert werden, fordert er und kämpft für eine Re-Regulierung des Arbeitsmarktes.