Tarifnews

    Bundesweit: Berlin, Hamburg, Leipzig, Frankfurt am Main...

    Streik bei der Commerzbank

    08.11.2021 | Weniger Arbeitsplätze, weniger Perspektiven und dann auch noch weniger Geld? Den Bank-Beschäftigten reicht es. Auch sie haben Respekt und Wertschätzung verdient. Doch die Arbeitgeber lassen sich bitten. Die Tarifrunde für die privaten Banken steckt in einer Sackgasse. Jetzt ruft ver.di alle Beschäftigten der Commerzbank AG bundesweit am 10. November ganztägig von 0 bis 24 Uhr zu einem Warnstreik auf, um gemeinsam für die Forderungen einzutreten. 

    Behalten Commerzbank und Deutsche Bank auch künftig ihre Eigenständigkeit? Arne Dedert/dpa Am 10. November 2021 wird bei der Commerzbank AG ganztägig gestreikt, auch im Homeoffice


    Kundgebungen und Streik-Demos gibt es mindestens in Berlin, Hamburg, Leipzig und Frankfurt am Main. Wer es nicht zur Kundgebung schaffen kann, weil er im Homeoffice arbeitet, ist aufgerufen, seinen Dienst-Laptop am 10. November einfach ausgeschaltet zu lassen und im Arbeitszimmer zu streiken. Kurzfristige Informationen zu dem Streikaufrauf gibt es hier: https://wir-fuer-tarif.de/aktionstag-commerzbank-ag-10-11-2021/

    Livesendung

    Am Streiktag, am 10. November, wird ver.di zwischen 11 und 13 Uhr live von den verschiedenen Standorten berichten. Die Sendung wird auf der Aktionswebseite und auf Youtube übertragen. Wer nicht an einem Streik vor Ort teilnehmen kann, sollte einschalten, um trotzdem dabei zu sein.

    Das sind die Forderungen

    Und das sind die Forderungen, für die gestreikt wird:

    • 4,5 Prozent auf 12 Monate, mindestens 150 Euro monatlich als soziale Komponente
    • Regelungen, die eine analoge Dynamisierung der übertariflichen Gehälter und eine gleiche Bezahlung gleicher Tätigkeiten sicherstellen
    • Beschäftigte sollen eine Wahlmöglichkeit bekommen, ob sie die vereinbarten Tarifsteigerungen in Form von mehr Geld oder mehr Freizeit erhalten Erhöhung der Ausbildungsvergütungen um 150,– Euro

     Mobiles Arbeiten

    • Beschäftigte sollen einen Anspruch auf mobiles Arbeiten bekommen (inklusiver mobiler Arbeit von zu Hause) im Umfang von 20 bis zu 60 Prozent ihrer Arbeitszeit
    • Es soll eine Erstausstattungspauschale in Höhe von 1.500 Euro für Beschäftigte geben, die mobil arbeiten
    • Regelungen für eine gute und sichere mobile Arbeit, insbesondere zum Datenschutz, dem Arbeits- und Versicherungsschutz und zu den virtuellen Zugangsrechten von ver.di

    Wer bekommt Streikgeld?

    Egal ob Streik aus dem Homeoffice oder vor Ort, alle ver.di Mitglieder, die ab dem 1. Oktober 2021 ver.di-Mitglied sind, erhalten Streikgeld. Zur Beantragung des Streikgeldes steht ab dem Streiktag ein Online-Formular auf der Aktionswebseite zur Verfügung.

    Wir für Tarif

    Wer mehr über die Tarifbewegung 2021/2022 bei Privaten und bei Öffentlichen Banken erfahren möchte, klickt hier: https://wir-fuer-tarif.de