Tarifnews

    Tarifvertrag schützt die Esprit-Beschäftigten

    Anerkennungstarifvertrag bei Esprit

    12. April 2017 | ver.di ist hartnäckig, wenn es um den Schutz der Beschäftigten geht. Das zahlt sich aus. Die Geschäftsführung der Textileinzelhandelskette Esprit hat nun zugesagt, einen Anerkennungstarifvertrag zu unterzeichnen. Das erklärte das Unternehmen schriftlich gegenüber ver.di. Die Gewerkschaft begrüßt die Entscheidung. „Es zeigt sich, dass sich Einsatz- und Kampfbereitschaft für Tarifverträge, die gute Arbeitsbedingungen und sichere Einkommen gewährleisten, lohnen“, sagte ver.di-Bundesvorstandsmitglied Stefanie Nutzenberger.

    Den Haustarifvertrag hatte das Unternehmen Ende 2016 mit Wirkung zum 31. März 2017 gekündigt. In der Folge hatte ver.di gemeinsam mit Aktiven und Beschäftigten betriebliche Aktionen bis hin zu Streiks geplant, um einen Tarifvertrag zu erreichen, der die Einkommen und Arbeitsbedingungen sicherstellt. Das wird nun nicht mehr nötig.

    Ein Anerkennungstarifvertrag bedeutet, dass künftig auch bei Esprit Löhne, Gehälter und Ausbildungsvergütungen auf dem Niveau der regionalen Flächentarifverträge für den Einzelhandel gelten werden. Darüber hinaus kommen die in den Manteltarifverträgen vereinbarten vorteilhaften Regelungen etwa zu Arbeitszeiten, Zuschlägen, Sonderzahlungen, Urlaubsdauer und Altersvorsorge zur Anwendung. Die regionalen Flächentarifverträge für den Einzelhandel werden in den nächsten Wochen mit den zuständigen Arbeitgeberverbänden verhandelt.

    Die Bereitschaft der Esprit-Geschäftsführung zur vollen Tarifbindung sei ein wichtiges Signal. „Tarifverträge schützen und signalisieren darüber hinaus Respekt und Wertschätzung für die Beschäftigten“, betonte Nutzenberger.

    Esprit beschäftigt in Deutschland rund 3.000 Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer.

    Beschäftigte bei Esprit Nürnberg haben ihre Tariferhöhung verteidigt dpa-Bildfunk  –