Sana: Mindestens 200 Euro mehr

    11.11.2022

    Berlin, 11.11.2022 – Rund 10.000 Beschäftigte des kommerziellen Klinikbetreibers Sana, die unter den Konzerntarifvertrag fallen, können sich über mehr Geld freuen. In der fünften Tarifverhandlungsrunde haben ver.di und die Arbeitgeber ein Ergebnis erzielt: Die Entgelte erhöhen sich um sieben Prozent, mindestens aber um 200 Euro. Desweiteren wurden höhere Zulagen sowie Einmalzahlungen von 2.000 Euro in diesem Jahr und 500 Euro im Jahr 2024 vereinbart.

    Im Einzelnen sieht das Tarifergebnis folgende Regelungen vor: Die Tabellenentgelte steigen zum 1. Juni 2023 um 7 Prozent, mindestens jedoch um 200 Euro monatlich; die Vergütungen für Auszubildende erhöhen sich zum selben Zeitpunkt um 100 Euro pro Monat. Ende dieses Jahres erhalten die Beschäftigten (Teilzeit anteilig) eine steuer- und abgabenfreie Einmalzahlung in Höhe von 2.000 Euro; Auszubildende erhalten dann eine Einmalzahlung in Höhe von 750 Euro. Zum 30. April 2024 erhalten die Beschäftigten (Teilzeit anteilig) eine weitere Einmalzahlung von 500 Euro, die für langjährig Beschäftigte um 100 Euro aufgestockt wird. Auszubildende bekommen zum selben Zeitpunkt noch einmal 200 Euro. Der Tarifvertrag hat eine Laufzeit bis 30. April 2024. Zudem werden die Zulagen, unter anderem für Wechselschicht und die Pflegezulage deutlich erhöht, ebenso die Zuschläge für Nachtarbeit und der Zuschuss zur betrieblichen Altersvorsorge. Neu eingeführt wird eine monatliche Zulage für langjährig Beschäftigte: Ab 20 Jahren bei Sana sind es 50 Euro, ab 30 Jahren 75 Euro und ab 40 Jahren 100 Euro.

     
    Die Beschäftigten der Sana-Kliniken unterstützen mit Streiks die Tarifverahndlungen.
    © ver.di
    Tarifergebnis für Beschäftigte der Sana-Kliniken


    „Das ist ein gutes Tarifergebnis, das nur erreicht werden konnte, weil sich viele Beschäftigte an Aktionen und Warnstreiks beteiligt haben. Es ist auch ein starkes Signal in schwierigen Zeiten. Jetzt ist die Politik am Zug, für weitere Entlastungen zu sorgen“, sagte Sylvia Bühler, Mitglied im ver.di-Bundesvorstand. „Die steuerfreien Einmalzahlungen helfen den Beschäftigten konkret und zeitnah, ihre finanziellen Belastungen aufzufangen.“ Zudem sei mit dem Mindesterhöhungsbetrag von 200 Euro eine soziale Komponente vereinbart worden, die das Entgelt von Beschäftigten mit niedrigen Einkommen überproportional anhebe.

    ver.di wird eine Mitglieder-Befragung über das Tarifergebnis durchführen. Die ver.di-Tarifkommission empfiehlt den Mitgliedern die Annahme.

     

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