Tarifnews

    Deutlich über der Mindestausbildungsvergütung

    Friseur-Azubis in NRW erhalten mehr Geld

    9. August 2019 | Der Ende Juli zwischen dem Friseur- und Kosmetikverband Nordrhein-Westfalen (NRW) und ver.di vereinbarte Tarifabschluss für die Auszubildenden im Friseurhandwerk tritt nun rückwirkend zum 1. August 2019 in Kraft. In zweiter Verhandlungsrunde war ein Ergebnis erzielt worden, das den Ausbildungsberuf deutlich aufwertet und im ersten Ausbildungsjahr Lohnsteigerungen von über 18 Prozent beinhaltet.

    Azubis aus dem Friseurhandwerk machen es vor: Wer was verändern will, muss was tun. Worauf wartest Du? Susann Prautsch/dpa Yes we kämm!  – Azubis aus dem Friseurhandwerk machen es vor: Wer was verändern will, muss was tun. Worauf wartest Du?

    „Die letzten beiden Abschlüsse im Friseurhandwerk haben geholfen, den Beruf deutlich aufzuwerten“, sagte ver.di Landesfachbereichsleiterin Andrea Becker, Besondere Dienstleistungen NRW. „Die Ausbildungsvergütungen sind im Branchenvergleich nun nicht mehr das Schlusslicht, sondern stehen für die gerechtere Entlohnung eines handwerklichen Ausbildungsberufs, der viel Konzentration erfordert, körperlich anstrengend ist und die Auszubildenden vom ersten Tag an fordert.“

    Der Tarifvertrag hat eine Laufzeit von 36 Monaten, ohne Nullmonate, und kann zum 31. Juli 2022 gekündigt werden. Weiterhin fordert ver.di die Allgemeinverbindlichkeitserklärung des Tarifvertrags für die gesamte Branche.

    „Wir wollen mit unserer Tarifpolitik einen Beitrag dazu leisten, diesen Ausbildungsberuf perspektivisch weiter aufzuwerten. Dabei geht es nicht nur um eine faire Entlohnung, sondern um Arbeitszeiten, Pausen und Arbeitsmaterialien“, sagte Becker.

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