Tarifnews

    Entscheidung über Ergebnis oder Scheitern

    Deutsche Telekom: Warnstreiks vor der entscheidenden vierten Tarifrunde

    Berlin, 10. April 2018 | Vor der entscheidenden vierten Verhandlungsrunde hat ver.di die Warnstreiks im Tarifkonflikt bei der Deutschen Telekom noch einmal ausgeweitet. „Die Denkpause für den Arbeitgeber ist vorbei. Mit den Warnstreiks machen die Beschäftigten deutlich: Wir erwarten ein deutlich verbessertes und akzeptables Angebot“, sagte ver.di-Streikleiter Peter Praikow. Die Tarifverhandlungen für die 62.000 Beschäftigten werden am Mittwoch und Donnerstag (11./12. April) in Euskirchen fortgesetzt. Es ist der letzte vereinbarte Verhandlungstermin.

    Auch in Erfurt streikten die Beschäftigten der Deutschen Telekom Foto: ver.di Auch in Erfurt streikten die Beschäftigten der Deutschen Telekom

    Von den Warnstreiks war heute insbesondere der Kundenservice der Deutschen Telekom bundesweit betroffen sein. Auch für morgen werden noch einmal 15.000 Telekom-Beschäftigte streiken. Zuletzt hatte ver.di Ende März im Vorfeld der dritten Verhandlungsrunde zu vollschichtigen Warnstreiks aufgerufen. An drei Streiktagen hatten sich bundesweit insgesamt 10.000 Kolleginnen und Kollegen an den Arbeitskampfmaßnahmen beteiligt.

    Für ver.di ist eine Lösung des Tarifkonfliktes am Verhandlungstisch möglich. „Die beiden letzten Verhandlungstage entscheiden über ein Ergebnis oder das Scheitern. Wenn die Telekom-Arbeitgeber an einer Einigung interessiert sind, müssen sie in den Verhandlungen ein akzeptables Angebot vorlegen“, so ver.di-Verhandlungsführer Frank Sauerland.

    5,5 Prozent mehr Geld – die Forderung bleibt

    Die Gewerkschaft ver.di fordert in der laufenden Tarifrunde unter anderem eine Entgelterhöhung um 5,5 Prozent bei einer Laufzeit von zwölf Monaten. Die Ausbildungsvergütungen und die Vergütungen für dual Studierende sollen um jeweils 75 Euro pro Monat angehoben werden.