Tarifnews

    Völlig unzureichendes Angebot

    Warnstreik bei Versicherungen

    06.05.2013 | Noch kein Ergebnis gibt es nach der zweiten Verhandlungsrunde bei Versicherungen. Nun erhöht ver.di den Druck. Gestreikt wird morgen, 7. Mai, in München vor der Allianz-Hauptversammlung im Olympiapark.

    Ab 9 Uhr findet eine ver.di-Kundgebung vor dem Eingang Olympiahalle München-Ost statt. Der Streik dauert bis 12 Uhr. Die Beschäftigten der Münchener Versicherer sind aufgerufen, sich zu beteiligen. Die Verhandlungen für die rund 172.000 Versicherungsangestellten des Innendienstes sind auf den 7. Juni vertagt.

    „Die Arbeitgeber haben ein völlig unzureichendes Angebot vorgelegt, das keine soziale Komponente für untere Gehaltsgruppen und Auszubildende beinhaltet und das insgesamt viel zu niedrig ist“, sagte ver.di-Bundesvorstandsmitglied und Verhandlungsführerin Beate Mensch. Sie forderte die Versicherungsunternehmen auf, die Beschäftigten angemessen an den guten Ergebnissen der Versicherungen zu beteiligen.

    Bereits im Vorfeld der Tarifverhandlungen hatte es Warnstreiks in Hamburg und Kiel gegeben, sowie betriebliche Aktionen in Versicherungsunternehmen in Köln, Düsseldorf und Münster und weitere Protestaktionen in Stuttgart und Karlsruhe. Nun startet die zweite Warnstreikwelle in München. Tina Scholze, ver.di-Gewerkschaftssekretärin für den Bereich Versicherungen in München sagte: „Wenn sich Vorstände satte Vergütungszuwächse von 40 Prozent, wie bei der Allianz, einstreichen, ist es doch eine Ohrfeige für die Beschäftigten, wenn diesen nur 1,8 Prozent für die nächsten 2,5 Jahre angeboten wird.“

    ver.di fordert für die Beschäftigten 6,5 Prozent mehr Gehalt, mindestens jedoch 160 Euro, bei einer Laufzeit von zwölf Monaten. Auszubildende sollen für jedes Ausbildungsjahr 60 Euro monatlich mehr erhalten.