Tarifnews

    ver.di will deutliche Einkommenserhöhung

    Tarifrunde Einzelhandel Berlin/Brandenburg beginnt

    Berlin/Brandenburg, 6. Juni 2017 | Heute beginnt in Berlin die Tarifrunde für die Beschäftigten des Berliner und Brandenburger Einzelhandels. Schwerpunkt der Tarifrunde 2017 in Berlin und Brandenburg ist für ver.di eine deutliche Einkommenserhöhung. Die ver.di-Tarifkommission hat beschlossen, einen Euro pro Stunde mehr zu fordern, das würde einem Zuwachs von etwa 6,6 Prozent entsprechen. Die Laufzeit des Tarifvertrages soll nach ver.di-Vorstellungen 10 Monate betragen.

    Für die Ausbildungsvergütungen fordert die Gewerkschaft Verbesserungen um 100 Euro pro Monat. Zudem wird angestrebt, die Berlin-Brandenburger Tarifverträge für allgemeinverbindlich zu erklären. Für ver.di-Mitglieder hat die Tarifkommission eine exklusive Forderung einer Einmalzahlung von 300 Euro erhoben.

    Ein weiteres Thema für die Tarifrunde sind die Einkommensunterschiede im Einzelhandel in der Region Berlin-Brandenburg. So gibt es immer noch Unterschiede zwischen Ost- und West-Einkommen. Für die Situation innerhalb Berlins wurden 2015 Angleichungsschritte bei dem Urlaubs- und Weihnachtsgeld vereinbart. Bis zum 1.1.2018 ist innerhalb Berlins ein einheitliches Einkommensniveau erreicht. Unterschiede gibt es aber weiterhin zwischen dem Berliner und dem Brandenburger Tarifvertrag. So erhält eine Verkäuferin in Brandenburg pro Jahr etwa 420 Euro (brutto) weniger als eine vergleichbare Beschäftigte in Berlin.

    Im Jahr 2016 waren in Berlin und Brandenburg insgesamt 231.000 Beschäftigte im Einzelhandel tätig, davon in Berlin 147.000 und in Brandenburg 84.000.

    Zeitgleich zu den Berlin-Brandenburger Verhandlungen, die heute mit dem Handelsverband Berlin-Brandenburg e. V. aufgenommen werden, laufen auch in den anderen Bundesländern die separat geführten Verhandlungen für die Branche.

    REWE-Kunde Foto: dpa - Bildfunk Am 6. Juni 2017 beginnt die Tarifrunde Einzelhandel in Berlin/Brandenburg  – ver.di fordert pro Stunde einen Euro mehr. Das würde einem Zuwachs von etwa 6,6 Prozent entsprechen.