Tarifnews

    Zusätzliche Einmalzahlungen in zwei Schritten

    Private Banken: Gehälter steigen um 5 Prozent

    Berlin, 06.04.2022 – Die Tarifverhandlungen bei den privaten Banken haben im Sommer 2021 begonnen, nach neun Monaten sind die Tarifpartner jetzt zu einem Ergebnis gekommen. ver.di und der Arbeitgeberverband des privaten Bankgewerbes (AGV) haben sich darauf verständigt, dass die Gehälter für die rund 140.000 Beschäftigten des privaten Bankgewerbes zum 1. August 2022 um drei Prozent sowie zum 1. August 2023 um weitere zwei Prozent angehoben werden. Im Mai 2022 sowie im Januar 2023 gibt es zudem Einmalzahlungen von jeweils 500 Euro. Auch die Vergütungen für die Auszubildenden steigen: je nach Ausbildungsjahr um 115 Euro bis zu 140 Euro. Auszubildende erhalten zudem auch eine Einmalzahlung in Höhe von 100 Euro. Der Tarifvertrag läuft bis zum 31. Mai 2024.

    Nachwuchskräftetarifvertrag und mobile Arbeit bleiben auf Wiedervorlage

    „Ohne die Streiks und das Engagement der Kolleginnen und Kollegen hätte die Hängepartie noch länger gedauert. Die jetzt erreichten Gehaltssteigerungen schaffen eine wichtige finanzielle Entlastung“, betonte ver.di-Verhandlungsführer Jan Duscheck nach Abschluss der Verhandlungen. Enttäuschend sei allerdings aus ver.di- und Beschäftigten-Sicht, dass es zu den Themen Nachwuchskräftetarifvertrag und beim mobilen Arbeiten nicht für eine Einigung gereicht hat. Diese Themen blieben jedoch auf Wiedervorlage, so Duscheck.

    Warnstreik in der Verhandlungsrunde der Banken: Die Beschäftigten zeigen ihr auf ihren Streikschildern: „Wir sind es wert“. Foto: Kay Herschelmann Bankbeschäftigte wissen, was sie wert sind, und dafür haben sie auch gestreikt