Tarifnews

    OBI spielt mit den Ängsten der Beschäftigten

    OBI schließt nicht in Augsburg

    Augsburg, 1. Juli 2016 – Die Geschäftsleitung der Baumarktkette OBI stellt den Betrieb, entgegen ihrer Ankündigung vom 23. Juni 2016, in der Augsburger Niederlassung nun doch nicht ein. Das Zurückrudern der Geschäftsführung geschieht maßgeblich aufgrund des Drucks, den ver.di zusammen mit dem Gesamtbetriebsrat und dem Augsburger Betriebsrat auf OBI aufgebaut hat.

    Wie sich momentan die OBI-Geschäftsführung gegenüber den Beschäftigten in Augsburg verhält, das sei unverschämt, sagt der in Augsburg für OBI zuständige ver.di-Sekretär Thomas Gürlebeck. Um die Betriebsräte sowie den Gesamtbetriebsrat, dessen Stellvertreterin in Augsburg arbeitet, zu schwächen und sich tarifgebundener Beschäftigter zu entledigen, wollte OBI zum 1. Juli 2016 den Warenverkauf in Augsburg einstellen. Nachdem der Betriebsrat am Arbeitsgericht Augsburg eine einstweilige Verfügung gegen diese Maßnahme beantragt hatte, sowie aufgrund des großen öffentlichen Drucks, rudert OBI jetzt jedoch zurück und stellt den Warenverkauf vorerst nicht ein. 

    „Für das Verhalten von OBI gibt es kaum Worte. Es macht uns fassungslos, wenn derart mit der Zukunft der Beschäftigten  gespielt wird. Ein solch verantwortungsloses Management sucht seinesgleichen“, sagt Gürlebeck. „Wir sind davon ausgegangen, dass die Beschäftigten ab heute freigestellt sind, nun dürfen sie, dank unserer Kampagne, doch weiter arbeiten. Aber OBI weigert sich nach wie vor, Klarheit zu schaffen. Dies ist für die Betroffenen schlicht eine Katastrophe. Wir werden OBI und den Eigentümer, Herrn Haub, nicht aus der Verantwortung lassen“, sagt Gürlebeck weiter.

    Mehr erfahren

    OBI behindert die Mitbestimmung dpa-Bildfunk OBI agiert gegen die Betriebsräte, die Mitbestimmung und die Beschäftigten