Tarifnews

    Streiks für den Tarifvertrag zeigten Erfolg

    Fahrdienst Bundestag: Sauber eingeparkt

    15.06.2022 | Jetzt haben die Fahrerinnen und Fahrer endlich den geforderten Tarifvertrag. ver.di und die Arbeitgebervertreter des Betriebes Fahrdienst Deutscher Bundestag/Fahrdienst Bund haben sich am späten Dienstagabend (14. Juni 2022) auf den Abschluss eines Tarifvertrages geeinigt, der sich insbesondere hinsichtlich des Entgelts und der Arbeitszeit eng am TVöD (Bund) orientiert. Zwei Jahre lang haben sich die Beschäftigten dafür ins Zeug gelegt.

    Streikende Beschäftigte: Der jetzt abgeschlossene Tarifvertrag ist ein großer Erfolg für die Beschäftigten beim Fahrdienst des Bundestages Foto: Nietfeld/picture alliance/dpa Der jetzt abgeschlossene Tarifvertrag ist ein großer Erfolg für die Beschäftigten beim Fahrdienst des Bundestages und wurde durch Warnstreiks erkämpft


    Die stellvertretende ver.di-Vorsitzende Christine Behle erklärte: „Der Tarifabschluss ist ein großer Erfolg für die Beschäftigten beim Fahrdienst Bund und ein starkes Signal für die Tarifbindung öffentlicher Unternehmen. Einkommen und Arbeitszeit werden an das Tarifniveau des öffentlichen Dienstes angeglichen. Die Beschäftigten haben ab Herbst 2022 deutlich mehr Geld in der Tasche.“ Der Bund gehe einen wichtigen Schritt für mehr Tariftreue, so Behle weiter. „Ohne den aktiven Einsatz der Beschäftigten wäre das nicht möglich gewesen“, betonte Behle. Die Verhandlungen hätten in guter und konstruktiver Atmosphäre stattgefunden.

    Bislang unterlagen die betroffenen Beschäftigten keinem Tarifvertrag. Das hat sich nun geändert. Der jetzt abgeschlossene Tarifvertrag orientiert sich insbesondere hinsichtlich des Entgelts und der Arbeitszeit eng am TVöD (Bund). So wird etwa die Arbeitszeit von 40 auf 39 Stdunden pro Woche verkürzt. Die Entgelte erhöhen sich im Schnitt um mindestens 5,5 Prozent, die Sonderzahlung eingerechnet um mindestens 13,3 Prozent. Darüber hinaus wird es einen gesonderten Tarifvertrag zur betrieblichen Altersvorsorge geben. Hierzu wurden wesentliche Inhalte in einem Eckpunktepapier festgehalten. Nach der redaktionellen Bearbeitung und Zustimmung aller Gremien wird der Tarifvertrag zum 1. Oktober 2022 in Kraft treten.