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    Friedensfestival gegen Neonazi-Aufmarsch in Dortmund

    Lebenswert, tolerant, vielfältig

    Friedensfestival gegen Neonazi-Aufmarsch in Dortmund

    Plakat Friedensfestival ver.di Dortmund Friedensfestival in Dortmund

    31.08.2011 | Die Dortmunder wollen mit dem Friedensfestival zeigen, dass ihre Stadt lebenswert, tolerant und vielfältig ist. Und dass die rechte Szene keine Chance zum Aufmarsch am Antikriegstag hat: „Das Friedensfestival ist die Reaktion auf die seit mehreren Jahren durch Neonazis angemeldeten Demonstrationen um den 1. September“, so Bastian Prange vom ver.di-Bezirk Dortmund.

    In den vergangenen Jahren hatten die Neonazis das Eingangstor zur Innenstadt mit ihren Veranstaltungen missbraucht. Daher hat ver.di Dortmund sich zu dem Friedensfest entschlossen, um den Platz am Katharinentor zu belegen. „Wir haben den Platz bereits für die nächsten acht Jahre beantragt und sind festentschlossen, dieses Projekt durchzuhalten“, sagt Prange. „Alle Künstler treten ohne Gage auf und wir hätten noch Anfragen für mindestens eine weitere Woche gehabt.“

     

    "Die Tatsache, dass ver.di ein Dach für eine solche Veranstaltung von Gewerkschafter/innen, Künstler/innen, politischen Aktivisten und der Zivilgesellschaft bietet, macht uns Mut, diesen Weg weiterzugehen.“

    Bastian Prange, ver.di-Bezirk Dortmund

    Mit dem Friedensfestival wollen die Dortmunder eine Woche lang ihre Weltoffenheit zeigen. Noch bis zum 3. September wird mit Musik, Comedy, Lesungen, Streetsoccer und Kindertheater am Katharinentor am Hauptbahnhof gefeiert. Die Gewerkschaften planen am 1. September bundesweit Veranstaltungen und Protestaktionen zum Antikriegstag 2011.