Wasser ist ein Menschenrecht

    EU-Wasserrichtlinie noch nicht vollständig umgesetzt

    Ressource Wasser in Gefahr

    Berlin, 22. März 2019 | Der Weltwassertag erinnert am 22. März jährlich daran, dass noch immer nicht für alle Menschen das Menschenrecht auf Wasser und Sanitärversorgung verwirklicht ist. Weltweit haben mehr als zwei Milliarden Menschen keinen Zugang zu sauberem Wasser. Gleichzeitig lenkt der Weltwassertag die Aufmerksamkeit darauf, dass die Ressource Wasser in Gefahr ist und als Voraussetzung allen Lebens geschützt werden muss.

    wasser Foto: Daniel Reinhardt/dpa Wasser als Menschenrecht  – Wasser für Alle

    „Die Beschäftigten in der Wasserversorgung und in der Abwasserentsorgung widmen sich täglich rund um die Uhr diesen wichtigen Aufgaben und sind dabei auf Unterstützung durch gute politische Rahmenbedingungen angewiesen“, sagt Andreas Scheidt, ver.di-Bundesvorstandsmitglied. „Im Jahr der Europawahl fordern wir deshalb von EU-Kommission und Europäischem Parlament, das Menschenrecht auf Wasser für alle zu verwirklichen“, so Scheidt. Denn die Forderungen der ersten erfolgreichen Europäischen Bürgerinitiative „Wasser ist Menschenrecht/right2water“ von 2013 seien noch immer nicht vollständig im Europäischen Recht verankert. Vor allem dürfe der Schutz der Ressource Wasser nicht länger von Agrar-, Energie- und Verkehrspolitik verhindert werden.

    „Nur, wenn das Wasser geschützt wird, bleibt das Trinkwasser auf Dauer bezahlbar. Nur Gewässer in gutem Zustand werden der Belastung durch den Klimawandel standhalten können.“

    Andreas Kahlert, Sprecher der ver.di-Bundesfachgruppe Wasserwirtschaft

    ver.di fordert von der Bundesregierung und den Ländern insbesondere bei der Umsetzung der EU-Wasser-Rahmenrichtlinie, aber auch bei der Nitrat-Richtlinie mehr Engagement und Mitteleinsatz. „Nur, wenn das Wasser geschützt wird, bleibt das Trinkwasser auf Dauer bezahlbar. Nur Gewässer in gutem Zustand werden der Belastung durch den Klimawandel standhalten können“, sagt Andreas Kahlert, Sprecher der ver.di-Bundesfachgruppe Wasserwirtschaft. Heute das öffentliche Gut Wasser zu schützen und die öffentliche Wasserwirtschaft zu stärken, nütze jedem und jeder Einzelnen und vor allem auch künftigen Generationen. Gleichzeitig liege es in der Verantwortung aller Menschen, die wertvolle Ressource bewusst zu nutzen. Auch das individuelle Verhalten trage zum Schutz der Gewässer bei.