Internationales

    Frauen halten die Gesellschaft am Laufen

    ver.di zum Internationalen Frauentag: Ohne Frauen stehen die Räder still

    7. März 2019 | Anlässlich des Internationalen Frauentages am 8. März macht ver.di darauf aufmerksam, dass Frauen neben ihrer Erwerbsarbeit täglich 81 Minuten mehr als Männer unbezahlte Sorgearbeit leisten. Mit dieser Arbeit, mit der sie andere Menschen pflegen und umsorgen, übernehmen die Frauen Verantwortung und halten die Gesellschaft am Laufen.

    Internationaler Frauentag in Uganda. Frauen aus der ganzen Welt kommen nach Kathmandu zur 2. Weltfrauenkonferenz der Basisfrauen Foto: dpa Bildfunk Internationaler Frauentag in Uganda

    „Weder in der Anerkennung der unbezahlten, noch in der Vergütung der bezahlten Sorgearbeit, also der Pflege, Betreuung, Förderung von Kindern und Jugendlichen sowie der Versorgung anderer, spiegelt sich wider, welche gesellschaftlich wichtige, unverzichtbare Arbeit – zu 80 Prozent von Frauen geleistet wird“, sagt ver.di-Bundesvorstandsmitglied Stefanie Nutzenberger, zuständig für Handel, Frauen- und Gleichstellungs- sowie Genderpolitik. „Es muss zu einer Umverteilung dieser Aufgaben zwischen den Geschlechtern kommen. Das heißt, Männer müssen mehr in die Verantwortung.“ Zudem sei es notwendig, dass die private Sorgearbeit durch Profis unterstützt werde, um eine bessere Vereinbarkeit von Beruf und Privatleben zu erreichen. Eine breite Palette an Unterstützungsangeboten sollte leicht zugänglich und für alle erschwinglich sein und für die Beschäftigten in geregelten, sozialabgesicherten Arbeitsverhältnissen erfolgen.

    „…Männer müssen mehr in die Verantwortung.“

    Stefanie Nutzenberger, ver.di-Bundesvorstandsmitglied

    „Die beruflichen Profis in den Kitas, den Krankenhäusern und in der Altenpflege betteln nicht länger um Wertschätzung und Anerkennung. Erzieherinnen, Kranken- und Altenpflegerinnen sowie Sozialarbeiterinnen organisieren sich zunehmend gewerkschaftlich und verschaffen sich in Tarifauseinandersetzungen Respekt. Das ist eine gute Entwicklung“, sagt Sylvia Bühler, im ver.di-Bundesvorstandsmitglied zuständig für Gesundheit und soziale Dienste. „Den steigenden Fachkräftebedarf im Sozial- und Gesundheitswesen wird man nur decken können, wenn man anständig bezahlt und gesetzliche Vorgaben für eine Personalausstattung macht, damit die Arbeit gut geschafft werden kann.“

    ver.di ruft alle Frauen auf, sich am 8. März an gewerkschaftlichen Aktivitäten zu beteiligen.

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