Internationales

    Internationaler Tag zur Beseitigung von Gewalt gegen Frauen

    Wer Leben rettet, braucht Sicherheit und Schutz

    Beschäftige der öffentlichen Dienste stehen überall auf der Welt bei Konflikten und in Notsituationen Menschen bei. Sie beraten und unterstützen Frauen, die unter häuslicher Gewalt leiden, helfen Opfern von Straßengewalt, retten Leben, die durch Natur- und von Menschenhand gemachten Katastrophen bedroht sind, und sind selbst manchmal Ziel von Gewalt durch Dritte. Vergewaltigungen und körperliche Gewalt werden immer noch als Kriegswaffen eingesetzt, um Zivilisten zu bestrafen. Vergewaltigung steht in einer Reihe mit Mord, Angriffen auf Leib und Seele, Entführungen und Plünderungen. Und zunehmend sind auch Krankenhäuser und ihre Beschäftigten selbst Ziele von bewaffneten Kräften, um sowohl die Gegner als auch die Zivilbevölkerung einzuschüchtern, was gegen alle internationalen Abkommen verstößt.

    „Wir brauchen in allen Ländern ein starkes Engagement der Regierungen, die tiefen Wurzeln von Gewalt gegen Frauen zu benennen: Ungleichheit und Diskriminierung.“

    Rosa Pavanelli, die Generalsekretärin der Internationalen der Öffentlichen Dienste (PSI)

    „Die Gewerkschaften kämpfen dafür, Gewalt am Arbeitsplatz und in der Gesellschaft zu beenden. Wir stehen für friedliche Lösungen, einer Kultur des Dialogs basierend auf den Menschenrechten“, sagt Rosa Pavanelli, die Generalsekretärin der Internationalen der Öffentlichen Dienste (PSI). „Wir brauchen in allen Ländern ein starkes Engagement der Regierungen, die tiefen Wurzeln von Gewalt gegen Frauen zu benennen: Ungleichheit und Diskriminierung.“ Alle Länder müssten angemessene Maßnahmen ergreifen, um Gewalt zu verhindern und bedrohte Frauen zu schützen, genauso nötig sei die Strafverfolgung von Tätern, Beratung und Bildung, um die Mentalität der Menschen zu verändern. „Es muss geschützte Räume für missbrauchte Frauen geben. Es ist nicht akzeptabel, dass solche Dienste in vielen Ländern wegen Sparmaßnahmen eingestellt werden“, so Pavanelli. Regierungen müssten ebenso für sichere Häfen für Flüchtlinge sorgen, unter denen Frauen und Mädchen die Mehrheit stellen, und sicherstellen, dass die Bedürfnisse von Frauen und Mädchen gedeckt werden. Gesundheit, soziale Sicherheit und die Gleichheit der Geschlechter stehen für die Gewerkschaften in einem ganz engen Zusammenhang. „Gesellschaften müssen Möglichkeiten für alle Menschen schaffen, speziell für Frauen, um durch gute Ernährung, Gesundheit und Bildung zu wachsen, die Armut zu beenden und ein Leben in Frieden und Demokratie zu ermöglichen.“

    Aktion gegen Gewalt gegen Frauen in Turin Foto: dpa Bildfunk Aktion gegen Gewalt gegen Frauen in Turin

    Studien und Erfahrungen von Beschäftigten im Gesundheitssektor belegen, dass Männer und Frauen unter verschiedenen Formen von Gewalt leiden. Dennoch sind Frauen im Gesundheitssektor häufiger das Ziel von Gewalt. Sanitäter und Krankenschwestern sind am Häufigsten Gewalt am Arbeitsplatz ausgesetzt. Nur internationale Standards und ihre Einhaltung durch die Gesetzgebung können Gewalt am Arbeitsplatz, Belästigung und andere gegenüber Frauen ausgeübte Gewalt beenden.

    Ein wichtiges dreiteiliges Abkommen konnte im Oktober 2016 durch die Internationale Organisation für Arbeit (ILO) erreicht werden. Es erlaubt gegen Gewalt gegen Frauen und Männer am Arbeitsplatz anzugehen. Mit Kampagnen am Arbeitsplatz, nationalen und regionalen Aktionen, will die PSI Bewusstsein für das Thema schaffen, das Schweigen darüber brechen und die internationalen Standards der ILO weltweit gesetzlich verankern. Denn wer Leben rettet, braucht Sicherheit und Schutz.

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