Corona

    Impfpflicht für bestimmte Berufsgruppen abgelehnt

    Corona-Impfung

    ver.di ruft Beschäftigte im Gesundheitswesen zur Impfung gegen Covid-19-Erkrankung auf

    Gesundheit in Zeiten von Corona

    13. Januar 2021 | Die Gewerkschaft ver.di hat die Beschäftigten im Gesundheitswesen aufgerufen, sich so schnell wie möglich gegen die Covid-19-Erkrankung impfen zu lassen; eine Impfpflicht für bestimmte Berufsgruppen lehnt ver.di jedoch ab. In ver.di sind mehrere hunderttausend Beschäftigte in den Bereichen Gesundheit und Pflege organisiert.

    Krankenpflegerin Ilona Küther bereitet den Impfstoff von Biontech/Pfizer gegen Covid-19 im Rahmen der Mitarbeiter-Impfung im Krankenhaus Bethel Berlin vor. Insgesamt werden hier mit der ersten Lieferung des Impfstoffs von Biontech/Pfizer 66 Mitarbeiter geimpft. Kay Nietfeld, dpa Bildfunk Impfen gegen Covid-19  – Krankenpflegerin Ilona Küther bereitet den Impfstoff von Biontech/Pfizer gegen Covid-19 im Rahmen der Mitarbeiter-Impfung im Krankenhaus Bethel Berlin vor. Insgesamt werden hier mit der ersten Lieferung des Impfstoffs von Biontech/Pfizer 66 Mitarbeiter geimpft


    „Nach Abwägung aller Chancen und Risiken ist es schon aus Gründen des Selbstschutzes und des Schutzes der Angehörigen angeraten, sich impfen zu lassen, sofern nicht ernste gesundheitliche Gründe dagegen sprechen“, sagte der ver.di-Vorsitzende Frank Werneke. „Die Impfung muss freiwillig sein; eine Impfpflicht für bestimmte Berufsgruppen darf es nicht geben.“ Die Betroffenen, beispielsweise Pflegepersonen sowie Ärztinnen und Ärzte, müssten selbst entscheiden, ob sie sich impfen lassen wollten.

    „Die Debatte um eine Impflicht ist kontraproduktiv für die gesellschaftliche Akzeptanz der Impfmaßnahmen“, so Werneke weiter. „Stattdessen muss deutlich mehr Überzeugungsarbeit für die Impfmaßnahmen geleistet werden.“ Gerade Pflegepersonen in Krankenhäusern und Pflegeeinrichtungen würden seit Jahren am eigenen Leib erfahren, dass Politik und Arbeitgeber die Gesundheitsgefährdung der Beschäftigten auf Grund von viel zu wenig Personal billigend in Kauf nähmen. „Jetzt müssen Politik und Arbeitgeber aktiv und transparent über alle Aspekte der Impfung aufklären.“ Zudem seien Bund und Länder aufgefordert, endlich für eine zügige und reibungslose Umsetzung der Impfkampagne zu sorgen.

    Mehr erfahren im Flugblatt zur Impfung