Tarifrunde ÖD 2020

    Interview mit ver.di-Bundesvorstandsmitglied Christoph Schmitz

    Sparkassen: "Zusätzliche Urlaubstage"

    Bei den diesjährigen Tarifverhandlungen im Öffentlichen Dienst von Bund und Kommunen hat es zwei so genannte Sondertische gegeben, an denen zum einen für die Beschäftigten im Gesundheitswesen, zum anderen für die bei den Sparkassen verhandelt wurde. An letztgenanntem ging es vor allen Dingen um die Sparkassensonderzahlung. Hier hatten die Arbeitgeber nicht vor schon vor Beginn der Verhandlungen mit Einschnitten gedroht, diese wurden im Laufe der Verhandlungen sogar immer noch stärker ausgeweitet.

    Mit dem Abschluss ist es ver.di gelungen, diese Einschnitte teilweise abzuwenden, sagt Christoph Schmitz, der im ver.di-Bundesvorstand nicht nur für die Sparkassenbeschäftigten, sondern unter anderem auch für den Bereich Ver- und Entsorgung und die Beschäftigten in Kulturbetrieben zuständig ist. Die Sonderzahlung wird eingefroren, die Einschnitte werden verringert und die Beschäftigten erhalten zu deren Kompensation einen weiteren Urlaubstag in 2021 und zwei in 2022. Insgesamt vier zusätzliche Urlaubstage können sie freiwillig pro Jahre über weitere Einschnitte an der Sparkassensonderzahlung bekommen, wenn das zuvor in Dienstvereinbarungen geregelt worden ist. Außerdem erhalten sie vereinbarten Gehaltserhöhungen zu späteren Zeitpunkten als die anderen Beschäftigten im öffentlichen Dienst, sagte Schmitz. Damit seien die Sparkassenvertreter*innen in der Bundestarifkommission aber einverstanden gewesen, denn so sei es gelungen, die Sonderzahlung, für die so viele Sparkassenbeschäftigte in den zurückliegenden Wochen auf die Straße gegangen sind, weitgehend zu erhalten.